Im Weißen Haus ist es zu einem lautstarken Schlagabtausch zwischen Elon Musk und US-Finanzminister Scott Bessent gekommen, während Präsident Donald Trump und weitere Regierungsvertreter nur wenige Meter entfernt waren. Augenzeugen und weitere mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichteten gegenüber Axios von der Auseinandersetzung.
Demnach eskalierte das Wortgefecht am vergangenen Donnerstag, als Musk und Bessent darüber stritten, wer künftig die Kontrolle über den Internal Revenue Service (IRS) übernehmen solle. Ein Augenzeuge beschrieb das Duell so: „Es waren zwei milliardenschwere, erwachsene Männer, die dachten, sie nehmen an einem WWE-Kampf in der Halle des Westflügels teil.“
„Im Oval Office wurden sie nicht handgreiflich, aber der Präsident hat alles mitbekommen“, so ein weiterer Zeuge. „Kurz darauf ging es im Flur weiter, und dort haben sie sich dann wieder angebrüllt.“ Ein weiterer Beobachter ergänzte: „Es war eine Szene – richtig laut, und ich meine wirklich laut.“
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Streit fand wenige Meter von Meloni und Trump statt
Bessent warf Musk vor, mit seiner Effizienzabteilung Doge großspurige Einsparungen versprochen, aber nicht gehalten zu haben. Musk konterte, Bessent sei ein „Soros-Agent“ und habe einen „gescheiterten Hedgefonds“ geleitet. Der Streit war so heftig, dass ein Mitarbeiter einschreiten und die beiden trennen musste – und das nur wenige Meter entfernt von Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, die an diesem Tag zu Besuch bei Trump war. Zwei Augenzeugen berichten, dass Bessent „Fuck you“ gerufen habe, worauf Musk nur erwiderte: „Sag es lauter.“
Auf Nachfrage verwies die Pressesprecherin der Weißen Hauses auf ihre Äußerungen gegenüber der New York Times, die von dem Machtkampf um die Leitung des IRS berichtet hatte. „Es ist kein Geheimnis, dass Präsident Trump ein Team von Menschen zusammengestellt hat, die unglaublich leidenschaftlich für die Belange unseres Landes eintreten“, sagte Karoline Leavitt. „Meinungsverschiedenheiten sind ein normaler Teil eines jeden gesunden Politikprozesses. Letztlich weiß jeder, dass er im Dienst des Präsidenten steht.“
Am Mittwoch hatte Musk angekündigt, dass er sich in Kürze von seinem Job als Berater Trumps zurücktreten wird. „Wahrscheinlich im nächsten Monat wird mein Zeitaufwand für Doge deutlich sinken“, sagte er bei Vorstellung miserabler Tesla-Geschäftszahlen an. Hintergrund ist ein Gewinneinbruch um mehr als 70 Prozent bei dem E-Autokonzern. Auch bei seinem Raumfahrtunternehmen SpaceX gab es zuletzt Probleme mit abgesagten Starts.
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