Ende März beginnt die Brunnensaison - doch viele Anlagen bleiben trocken

Es tröpfelt wieder

BLZ
3 Min

In zweieinhalb Wochen beginnt in Berlin die Brunnensaison: Am 28. März stellt das Unternehmen Wall die Anlage auf dem Viktoria-Luise-Platz in Schöneberg an. In Mitte geht am 1. April der Neptunbrunnen vor dem Roten Rathaus in Betrieb. Auch in diesem Jahr bleiben viele Brunnen trocken. Nur fünf Bezirke stellen alle Wasserspiele an. Charlottenburg-Wilmersdorf: Allein kann der Bezirk seine 34 Brunnen nicht mehr betreiben. Deshalb wird erstmals ein Sponsor gesucht. Es gibt mehrere Angebote, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.Friedrichshain-Kreuzberg: Der Bezirk will Anfang Mai alle 34 Brunnen anstellen. Doch er hat kein Geld eingeplant und auch noch keine Sponsoren. Durch eine eigene Wasserversorgung könnten der Wasserfall im Viktoriapark und der Märchenbrunnen im Friedrichshain betrieben werden. Die Brunnen sollen täglich von 10 bis 20 Uhr laufen. Lichtenberg: Der Fischerbrunnen am Ring-Center in der Frankfurter Allee sprudelt als erster zu Ostern. Insgesamt gehen 18 Brunnen an, die Firma Ströer zahlt 50 000 Euro. Den Vertrag will der Bezirk erweitern: Ströer soll auch die Wartung übernehmen. Marzahn-Hellersdorf: Als erster von zwölf Brunnen wird Ende April der auf dem Clara-Zetkin-Platz in Kaulsdorf-Nord angestellt, die anderen bis Mitte Mai. Sie werden werktags, 10 bis 19 Uhr, sprudeln, zwei auch am Wochenende. Sponsor ist Ströer (rund 30 000 Euro). Mitte: Bis Ostern werden 28 von 45 Anlagen angestellt. Die 450 000 Euro Kosten übernimmt Ströer. Neue Brunnen sollen am Bundeskanzleramt und auf dem Georgenplatz in Betrieb gehen. Die Brunnen werden täglich von 10 bis mindestens 20 Uhr angestellt.Neukölln: Sieben von zwölf Brunnen werden Ostern angestellt, darunter die Kaskaden im Körnerpark, der Märchenbrunnen im Schulenburgpark (Sponsor Obi) und zwei Brunnen am Schloss Britz. Drei Anlagen sind kaputt - 68 000 Euro Reparaturkosten. Pankow: Der Bezirk hat noch nicht entschieden, welche Brunnen angestellt werden. Für 15 Anlagen in Prenzlauer Berg zahlt Wall. Reinickendorf: Pfingsten sollen alle 15 Brunnen fließen. Mehrere Sponsoren geben 100 000 Euro, darunter für den Wasserfall im Steinbergpark und die Schwimmfontäne im Seggeluchbecken. Auch Ströer zahlt. Spandau: Gründonnerstag gehen alle sechs Brunnen in Betrieb. Wall stellt 10 000 Euro zur Verfügung, der Brunnen auf dem Metzer Platz wird von den Wasserbetrieben gesponsert. Steglitz-Zehlendorf: Der Plan, einen Sponsor für alle Brunnen zu suchen, wurde zurückgestellt. Wie 2003 sollen wenigstens zwei der 30 Brunnen mit Spenden aus der Bevölkerung betrieben werden. Aber erst 369 Euro sind eingegangen. Tempelhof-Schöneberg: Ende März werden die 23 großen Brunnen, dar- unter der am Wittenbergplatz, angestellt. Wall zahlt 80 000 Euro. Betriebszeit: täglich von 10 bis 22 Uhr. 27 kleine Brunnen betreibt der Bezirk selbst. Kosten: 2 000 Euro.Treptow-Köpenick: Der Bezirk finanziert den Betrieb seiner 15 Brunnen selbst. Sie sollen im Mai angestellt werden. Etwa 20 000 Euro kostet das. Verhandlungen mit Sponsoren sind noch ohne Ergebnis. (BLZ)"Ohne Sponsoring bleiben die Brunnen trocken. " Andreas Geisel, Umweltstadtrat Lichtenberg

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