Der FC Energie Cottbus hat in der 2. Bundesliga eine Spezialität entwickelt: Je größer der Name des Gegners, desto stärker tritt der Aufsteiger auf. Zuletzt holten sie gegen den 1. FC Nürnberg einen Punkt, hätten beim 1:1 gegen den Tabellenzweiten sogar Möglicheoten für einen Sieg gehabt. Hannover 96, vor der Saison einer der Topfavoriten auf den Aufstieg, musste sich in der Lausitz mit 1:3 geschlagen geben. Die Absteiger aus der Bundesliga kamen gegen Energie nicht über einen Punkt hinaus. Beim VfL Wolfsburg erkämpfte das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz ein 4:4, gegen den FC St. Pauli ein 1:1.
Wollitz schwärmt von Heidenheim
Am Sonnabend (13 Uhr) wartet nun der dritte Bundesliga-Absteiger: der 1. FC Heidenheim. Mit einem Zähler in der Voith-Arena würden die Cottbuser gegen alle drei ungeschlagen bleiben. Doch Wollitz warnte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel vor dem Gegner. Heidenheim sei die „zweikampfstärkste“ Mannschaft der Liga, das Team mit der „größten Wucht“, „unschlagbar bei zweiten Bällen“ und „gefährlich nach Flanken“. Die Mannschaft spiele mit Intensität, ehrlich und leidenschaftlich.
Trainer Frank Schmidt besitzt in Heidenheim Legendenstatus.
© Swen Pförtner/dpa
Gecoacht wird sie von Frank Schmidt, der, wie Wollitz sagte, „die Vereinsgeschichte mitgeschrieben“ hat. Schließlich führte der den Verein bis in den Europapokal, bevor er den Weg zurück in die 2. Liga mitging. Der Klub habe über Jahre ein Selbstverständnis, eine Struktur und individuelle Qualität aufgebaut. „Dass wir dort spielen dürfen, ist in unserer Situation etwas Außergewöhnliches“, sagte Wollitz.
Cottbus nicht nur gegen die Top-Teams Außenseiter
Dass seine Mannschaft gerade gegen große Gegner, gegen die Top-Teams der Liga, Erfolge feiern durfte, stellte Wollitz nicht in den Vordergrund. „Egal gegen wen wir spielen: Wir sind Außenseiter“, sagte er. In dieser Rolle liege aber auch eine Chance, nämlich „mit mutigem Fußball trotzdem etwas dagegen zu setzen“.
Warum dieser Cottbus-Lauf ein Problem für den 1. FC Union ist
Dazu muss er aber erst einmal eine Mannschaft zusammenstellen. Acht Spieler fehlten am Donnerstag im Training, Grippe-Infekte und Behandlungen setzen Energie zu. Wollitz sagte sogar den Media Day ab. Dramatisch sei die Lage aber nicht, sagte er, einige hätten wegen Halsschmerzen nur auf dem Rad gesessen. Wer am Sonnabend spielen kann, entscheidet sich notfalls erst im Hotel.
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