Der FC Energie Cottbus hat durch seine kassierte 1:2-Niederlage am drittletzten Spieltag der 3. Liga beim MSV Duisburg das Aufstiegsrennen noch einmal enorm spannend gemacht. Dank ihres knappen Sieges sind die Zebras nach Punkten mit den Lausitzern gleichgezogen (66). Und die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz nimmt zwei Spieltage vor Saisonschluss nur wegen des besseren Torverhältnisses den zweiten Platz ein. Will sie abgesehen vom sicheren Aufsteiger VfL Osnabrück im Aufstiegsrennen vorne bleiben, muss am Sonnabend zu Hause gegen den SV Wehen Wiesbaden (9. Mai, 14 Uhr) unbedingt drei Punkte einfahren und nach dem Spieltag weiterhin die bessere Tordifferenz besitzen.
Im Hinspiel musste sich der FC Energie in Wiesbaden noch mit 1:3 geschlagen geben. Die Hessen schafften in den letzten acht Spielen jedoch nicht einen Dreier, wohingegen Energie in den letzten fünf Spielen drei Siege erringen konnte. Zuletzt verlor Wiesbaden gegen den VfL Osnabrück mit 2:3. Und im Gegensatz zu Cottbus geht es für den kommenden Gegner in dieser Saison um nichts mehr.
Erzgebirge Aue könnte Schützenhilfe leisten
Bevor die Spieler vom FC Energie am Sonnabend das Matchball-Spiel gegen Wiesbaden bestreiten, werden sie am Abend zuvor ganz genau verfolgen, wie sich der bereits abgestiegene FC Erzgebirge Aue in seinem letzten Heimspiel der Saison gegen Aufstiegskonkurrent Duisburg schlagen wird (8. Mai, 19 Uhr).
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Am drittletzten Spieltag ließen die Veilchen nämlich aufhorchen. So hat die Mannschaft von Interimscoach Khvicha Shubitidze am vergangenen Sonntag beim FC Ingolstadt einen 1:3-Rückstand in einen 5:3-Sieg verwandelt und damit den ersten Dreier in der Rückrunde eingefahren. „Es hat gut getan für alle Jungs. Wenn ich die Gesichter sehe, dann macht mich das Ganze glücklicher. Auch die Fans freuen sich“, meinte Shubitidze im Interview bei Magentasport über den überraschenden Sieg.
So könnte Aue das Momentum auch gegen Duisburg nutzen. Und vielleicht kann sich der Klub aus dem Erzgebirge im letzten Heimspiel vor seinem Gang in die Regionalliga mit einem Sieg gegen die Zebras von den eigenen Fans verabschieden.
Energie liegt im Torverhältnis knapp vor Duisburg
Bei Energie Cottbus wird man dem FC Erzgebirge Aue für einen Dreier gegen Duisburg fest die Daumen drücken. Sollte die Mannschaft aus dem Ruhrpott aber ihre Aufgabe im Aufstiegsrennen erfüllen, sind die Kicker von „Pele“ Wollitz gefordert, gegen Wiesbaden nicht nur zu siegen, sondern auch den Torvorsprung beizubehalten. Aktuell hat Energie ein Torverhältnis von 69:50 und Duisburg steht bei 65:48. Demnach hat Cottbus eine bessere Tordifferenz um zwei Treffer.
Dass die Lausitzer beim Torverhältnis, das am Saisonende entscheidend sein könnte, mit zwei Toren vor den Zebras liegen, ist Erik Engelhardt zu verdanken. Der Cottbuser Torjäger drückte in Duisburg den Ball erst in der Nachspielzeit nach einer Flanke von Tolcay Cigerci mithilfe des Innenpfostens ins linke Toreck zum 1:2-Endstand.
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Gegen Wiesbaden hoffen der Klub und die Fans, dass der aktuelle Zweite der Drittliga-Torschützenliste seine Torgefahr erneut aufblitzen lässt, wohingegen sie auf Spielmacher Cigerci und Kapitän Axel Borgmann verzichten müssen, da beide in Duisburg ihre fünfte Gelbe Karte sahen und für das wichtige Heimspiel gesperrt fehlen.
Der Kapitän glaubt an einen Cottbuser Sieg
Da Cottbus durch die beiden gesperrten Stammspieler geschwächt in das Heimspiel geht, muss auch das Szenario einer Niederlage berücksichtigt werden. Und sollte sowohl der FC Energie als auch Duisburg am vorletzten Spieltag ohne Punkte bleiben, ist da ja noch Rot-Weiß Essen in Lauerstellung. Trotz seiner zuletzt kassierten 1:6-Niederlage gegen den VfB Stuttgart II ist RWE als Vierter mit 64 Zählern noch im Rennen um den Aufstieg dabei. Essen empfängt am Sonnabend zeitgleich mit Cottbus und Duisburg Tabellennachbar SC Verl.
Wie auch immer der Aufstiegskrimi am 37. Spieltag enden wird, Energie-Kapitän Borgmann glaubt trotz seiner Sperre an einen Cottbuser Sieg: „Unsere Leistung nach dem 0:2 wird uns Mut geben. Wir haben nun ein Heimspiel vor uns und stehen nach 36 Spieltagen zu Recht auf dem zweiten Rang. Wir haben viele Gründe, positiv zu sein", sagte er bei Magentasport.
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