Sanierungspflicht für Altbauten: Straßburger Vorhaben und Berliner Realität

Das Europaparlament hat Pläne verabschiedet, um Gebäude mit schlechter Energieeffizienz schnell zu sanieren. Im Senat kennt man nicht einmal den Bedarf.

Jochen Knoblach
Jochen Knoblach
4 Min
Wärmebild eines großen Berliner Hochhauses

Wärmebild eines großen Berliner Hochhauses

© Marius Schwarz/imago

Das Votum war eindeutig: Am Dienstag stimmten im Straßburger Europaparlament 343 Abgeordnete für den Antrag, 216 waren dagegen, 78 enthielten sich. Damit ist nun klar, dass die Sanierung von Gebäuden mit besonders schlechter Energieeffizienz europaweit konsequent vorangetrieben werden soll. Denn Immobilien beanspruchen rund 40 Prozent der Energie in der EU und sind zugleich für rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Neubauten sollen den Plänen zufolge schon ab 2028 ausnahmslos emissionsfrei sein.

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