Schutz bei Stromausfall

Energiekrise: TÜV bewertet Notstromaggregate, Urteil alarmierend

Sind Krankenhäuser, Schulen oder Hochhäuser für den Ernstfall gerüstet? Der deutsche TÜV zieht Bilanz.

Team News dpa maw
2 Min
Die aufgehende Sonne beleuchtet Wolken hinter einer Stromleitung.

Die aufgehende Sonne beleuchtet Wolken hinter einer Stromleitung.

© dpa/Jan Woitas

Krieg, Klimawandel, Cyberangriffe: Die Versorgung wichtiger Gebäude mit Notstrom werde laut TÜV immer wichtiger. Doch laut dem offiziellen Ergebnis des Baurechtsreports 2022 haben Notstromaggregate in Deutschland wesentliche Mängel.

Mehr als jedes vierte Aggregat für die Notstromversorgung in Krankenhäusern, Schulen oder Hochhäusern hat bei Prüfungen des Tüv im vergangenen Jahr „wesentliche Mängel“ aufgewiesen. Das heißt, dass die Anlagen nicht betriebssicher sind und bei einem möglichen Stromausfall nicht funktionieren könnten, wie aus dem aktuellen Baurechtsreport hervorgeht, den der Tüv-Verband am Mittwoch veröffentlicht hat. Nur rund ein Drittel der überprüften Geräte war demnach „mängelfrei“.

Dabei nehme die Gefahr von Stromausfällen zu. Gründe für die höheren Ausfallrisiken seien „Engpässe bei der Energieversorgung, Cyberangriffe auf Netzbetreiber und immer wieder extreme Wetterereignisse wie Flutwellen oder schwere Stürme infolge der Klimakrise“, hieß es. „Die Betreiber der Anlagen sollten vor dem kommenden Winter sicherstellen, dass ihre Notstromaggregate gut in Schuss sind“, teilte der Geschäftsführer des Tüv-Verbands, Joachim Bühler, mit.

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