Ende einer kurzen Ära: Zum Rücktritt von Klaus Dörr
Nachdem am Wochenende die taz eine Recherche darüber veröffentlichte und viele Medien darüber berichteten, trat der Intendant am Montag im Einvernehmen mit dem Kultursenator zurück. Das Ensemble konstatiert, dass die Branche an veralteten Machtstrukturen kranke und appelliert an die Kulturpolitik: „Wir fordern eine transparente Debatte und gründliche Auseinandersetzung, wie künftig Machtmissbrauch, sexuelle Übergriffe und Diskriminierung in unserem Arbeitsfeld verhindert werden können. Wir sind tief erschüttert und durchlaufen einen Lernprozess – mit Klaus Dörrs Rücktritt darf dieser Diskurs nicht enden.“
Aus den Recherchen der taz ging auch hervor, dass die größtenteils anonymen Beschwerdeführenden sich nicht einig waren in der Vorgehensweise und nicht alle den Schritt an die Öffentlichkeit gehen wollten. Die Verträge sämtlicher Ensemble-Mitglieder, die noch nicht 15 Jahre am Haus sind und den Status der Unkündbarkeit erlangt haben, laufen mit dieser Spielzeit aus. Dann übernimmt René Pollesch mit seinem Ensemble die Volksbühne.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]