Entwicklungsträger kündigt weitere 150 Eigentumswohnungen an

Vier neue Investoren bauen in Biesdorf-Süd

Mathias Raabe
2 Min

Im Entwicklungsgebiet Biesdorf-Süd werden in diesem Jahr weitere 150 Wohnungen errichtet. "Noch im Frühjahr sollen die Bauarbeiten beginnen", sagt BauGrund-Sprecherin Sun Jensch. Das Unternehmen ist für die Erschließung und Vermarktung des 142 Hektar großen Geländes am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz zuständig. Die vier Investoren, die jetzt in Biesdorf-Süd aktiv werden und Baufelder gekauft haben, sind laut Jensch die Wohnungbaugesellschaften HOWOGE aus Hohenschönhausen und WIR aus Mitte, die niederländische Bouwfonds und die Deutsche Immobilien Investierungs AG. Gebaut werden sollen Reihen- und Doppelhäuser sowie Stadtvillen als Wohneigentum.Geld liegt auf EisBereits im vergangenen Jahr waren auf dem ehemaligen Kasernengelände 130 Eigentumswohnungen fertiggestellt worden. "Rund hundert der Häuser sind inzwischen bezogen", sagt Jensch. Während die Baugrund-Sprecherin die Nachfrage nach Wohneigentum nach wie vor als "gut" einschätzt, sieht es bei Mietwohnungen flau aus. "Momentan gibt es in Biesdorf-Süd dafür keine Nachfrage." Jensch verweist auf die große Zahl von Mietwohnungen, die inzwischen in der ganzen Stadt gebaut wurden. Nach den jetzigen BauGrund-Vorstellungen soll im Jahr 2001 mit der Errichtung von 1 300 Wohnungen im Teilgebiet Habichtshorst West parallel zur Köpenicker Straße begonnen werden. "Wir hoffen bis dahin auf eine Belebung der Nachfrage", sagt Projektleiter Hartmut Rakow. In der Vergangenheit waren deshalb Korrekturen an den Planungen vorgenommen worden. Von den bis zum Jahr 2010 avisierten 4 700 Wohnungen sollen nun mehr als die Hälfte als Eigentum entstehen. Momentan plagen Rakow aber andere Sorgen. Seit November 1998 liegen die Mittel für Biesdorf-Süd beim Hauptausschuß des Abgeordnetenhauses auf Eis wie auch die der anderen vier städtischen Entwicklungsgebiete. 91 Millionen Mark will die Baugrund in diesem Jahr in die Erschließung weiterer Baufelder und in den Straßenbau investieren. Geflossen sind bislang nur acht Millionen Mark. Erfolge nicht bald eine Entscheidung, so Rakow, "hängen wir mit unseren Planungen in der Luft".Versorgung gesichertEine Lösung gefunden hat die BauGrund dagegen bei den Handelseinrichtungen. Nachdem der termingerechte Bau eines großen Einkaufs- und Handelszentrums wegen eines Investorenwechsels nicht mehr sicher ist, läßt das Unternehmen jetzt ein kleineres Nahversorgungszentrum direkt am U-Bahnhof errichten. "In der kommenden Woche wird das Investorenauswahlverfahren entschieden", sagt Jensch. Der Baubeginn für das Zentrum soll dann im Frühjahr 2000 folgen. Damit sei sichergestellt, daß die Menschen, die künftig nach Biesdorf-Süd ziehen, "in dem bislang unterversorgten Gebiet" auch einen Supermarkt, Bäckereien und Apotheken vorfinden.

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