Der Entwicklungsträger Wasserstadt GmbH hat einen Entwurf vorgelegt, wie das Haveleck künftig aussehen könnte. Die Bucht nordwestlich des Quartiers Salzhof soll als Flußpromenade allen Bürgern zugänglich werden. Dahinter, durch Baumreihen vom Fußweg abgegrenzt, könnten fünfgeschossige Häuser errichtet werden, deren Erdgeschosse gewerblich genutzt werden, während die oberen Etagen für Wohnungen vorgesehen sind. Die Pläne wurden am Dienstag im Stadtentwicklungsausschuß vorgestellt. Widersprüchlich wurde der Plan der Architekten für zwei hoch aufragende Türme aufgenommen.Am Südende der Bucht führt die geplante Nordbrücke über die Havel nach Hakenfelde. Die Pläne des Leipziger Architektenbüros "Ortner & Ortner Baukunst" haben vor, sie von zwei eckigen Türmen flankieren zu lassen, deren größerer sechzehn Geschosse in die Höhe ragen soll. Die Uferpromenade soll unter der Brücke hindurch weiter nach Süden führen, um den Bürgern überall freien Zugang zum Wasser zu lassen. Die Nordspitze des Havelecks wird, so die Planung, nur dem Anliegerverkehr und Spaziergängern zugänglich sein.Auf dem Gelände des ehemaligen Öllagers sollen vier Wohnblöcke entstehen, in deren Mitte sich ein Innenhof befindet, über deren Nutzung sich das Bezirksamt und die Wasserstadt GmbH noch nicht einig sind. Baustadtrat Thomas Scheunemann (SPD) plädierte am Dienstag für die Einrichtung eines Parkplatzes und warnte vor dem "Schildbürgerstreich", das Haveleck als Naherholungsgebiet anzupreisen, ohne Autofahrern einen Abstellplatz für ihr Fahrzeug anzubieten. Der Planer der GmbH, Hubert Lakenbrink, hält die Einrichtung von Parkplätzen an dieser Stelle dagegen für unnötig. Dafür seien angrenzende Gebiete geeigneter. "In einem so attraktiven Gebiet ist es den Leuten zuzumuten, ein paar Schritte zu laufen", meint Lakenbrink.Einig sind sich Bezirksamt und Planer, daß sich der Verkehr nicht durch das Quartier wälzen dürfe, wenn die Nordbrücke angeschlossen sein wird.Südlich des Neubaugebietes wird die Daumstraße durch das Gebiet Pulvermühle führen. Den Ausbau der Fahrbahn auf vier Fahrspuren auf Drängen der Senatsverwaltung konnte das Bezirksamt zwar nicht verhindern. Aber nach Gesprächen mit der Landesbehörde hat das Spandauer Bauamt durchgesetzt, daß nur zwei Fahrspuren für den fließenden Verkehr reserviert sind. Die anderen Spuren sollen durch Parkbuchten oder Markierungen unterbrochen werden.Im Haveleck sollen außerdem ein großer Park und drei Kindertagesstätten entstehen. Für das Jahr 2007, wenn der Flughafen Tegel voraussichtlich geschlossen wird, ist laut Lakenbrink auch der Bau einer Grundschule geplant.
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