Wissenschaftstransfer

Er lässt Mensch und Maschine interagieren: Spitzenforscher der TU Dresden erhält Unipreneurs Preis 2026

Diese Auszeichnung gilt als die höchste Anerkennung für Professoren in Deutschland. Preisträger Professor Frank H. P. Fitzek verspricht nicht weniger als die Revolution unseres Alltags.

3 Min
Preisträger Professor Frank H. P. Fitzek mit der Rektorin der Technischen Universität Dresden, Professorin Ursula M. Staudinger.

Preisträger Professor Frank H. P. Fitzek mit der Rektorin der Technischen Universität Dresden, Professorin Ursula M. Staudinger.

© TU Dresden

Der Unipreneurs Preis wird nur alle drei Jahre vergeben. 2026 geht es nach Dresden an Professor Frank H. P. Fitzek, der an der TU Dresden die Deutsche Telekom Professur für Kommunikationsnetze innehat. Hier arbeitet Prof. Fitzek mit seinem über 140-köpfigen Team daran, das Netz fit für das Internet der Fähigkeiten zu machen. Ziel ist es, nicht nur Texte, Bilder und Videos zu übertragen, sondern auch Berührungen und Gerüche – Menschen und Maschinen miteinander über Sinneswahrnehmungen interagieren zu lassen.

Wenn in Zukunft beispielsweise eine Chirurgin eine Operation an einem virtuellen Modell oder mit einem Roboter simuliert, muss sie in Echtzeit spüren, was sie tut, welche Widerstände es gibt und in welchen Geweben sie arbeitet. Damit das funktioniert, entwickelt das Team um Fitzek  Mobilfunknetzstandards der neuen Generation, wie 5G und mittlerweile 6G.

Doch es gibt ein Problem: Würde man alle Daten unkontrolliert durch die Leitung jagen, käme es zu Verzögerungen. Töne, Gefühle und Bilder würden sich vermengen. Fitzeks intelligente Netze funktionieren deshalb wie ein extrem gut organisiertes Leitsystem, das die Daten blitzschnell trennt und transportiert. Um diese Netze nicht unnötig teuer und überdimensioniert zu bauen, arbeitet er eng mit Medizinern und Psychologen zusammen. So erfährt die Technik genau, wie sich Menschen bewegen und wie das Gehirn auf kleinste Übertragungsfehler reagiert.

Start-ups als Währung

Professor Fitzek erhält den Preis aber nicht nur für die Theorie, sondern für die Praxis. Als Sprecher des Exzellenzclusters Centre for Tactile Internet with Human-in-the-Loop hat er ein Umfeld geschaffen, in dem Studierende und Forschende gezielt dabei unterstützt werden, aus ihren Ideen eigene Unternehmen zu gründen. „Für Universitäten sind Start-ups längst zu einer wichtigen Währung geworden“, betont Fitzek.  Der Preis sei daher von großer Bedeutung, da er die langjährigen Bemühungen und Erfolge im Bereich der Ausgründungen widerspiegelt, so der Wissenschaftler. Fitzek selbst geht dabei als gutes Vorbild voran: Der Professor hat bereits mehrere erfolgreiche Start-ups in den Bereichen Kommunikation, Robotik, KI und Quantentechnologie mitgegründet.

 „Mit der Unipreneurs-Auszeichnung unterstreicht die TUD einmal mehr ihre Rolle als führende Innovations- und Gründeruniversität in Deutschland, die wissenschaftliche Exzellenz mit wirtschaftlicher Dynamik im Herzen von Silicon Saxony verbindet“, betonte Professorin Ursula M. Staudinger. „Die Auszeichnung ist eine großartige Motivation, dieses leistungsfähige Transferökosystem weiter auszubauen“, so die Rektorin der Technischen Universität Dresden weiter.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Die feierliche Preisverleihung fand am 22. September  im Allianz Forum in Berlin statt. Überreicht wurde die Trophäe von der Co-Schirmherrin Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner