Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September stehen insgesamt 19 Parteien auf dem Wahlzettel. Während sich fast alle von ihnen im Wahlkampf klar gegen eine Zusammenarbeit mit der AfD aussprechen, verfolgt die Partei „Wir Leben Demokratie“ (WLD) einen anderen Ansatz. Ihr Spitzenkandidat Marco Rexin sagt, man wolle mit allen Parteien ins Gespräch kommen - auch mit der AfD.
Der Begriff „Brandmauer“ wird zwar nicht offiziell verwendet. Die politische Frage dahinter ist jedoch dieselbe: Soll die AfD unabhängig vom jeweiligen Sachthema von Gesprächen und möglicher parlamentarischer Zusammenarbeit ausgeschlossen werden oder soll über konkrete Inhalte gesprochen und im Einzelfall entschieden werden?
Bei WLD fällt die Antwort anders aus. Die Partei setzt auf einen möglichst offenen politischen Dialog, knüpft diesen aber an eine Bedingung: Die Gesprächspartner müssen nach ihrer Darstellung Grundgesetz und Landesverfassung achten. Auf kommunaler Ebene hat diese Haltung bereits zu einem Konflikt geführt.
Wahlkampf
Er sollte sich öffentlich von der AfD distanzieren – doch Marco Rexin weigert sich
Mit allen Parteien sprechen? Für die Kleinstpartei WLD gehört das zur politischen Normalität. Auf kommunaler Ebene sorgt dieser Kurs jedoch für einen offenen Konflikt.
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Marco Rexin, Spitzenkandidat der Kleinstpartei „Wir Leben Demokratie“ (WLD)
© Anna Schütz/Berliner Zeitung
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