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Chiapas

Erdbeben der Stärke 7,3 erschüttert Mexiko – Tsunami-Warnung für Küste

Mindestens fünf starke Nachbeben folgen auf die Erschütterung. In Guatemala werden Gebäude geräumt und der Unterricht in mehreren Regionen ausgesetzt.

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Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum bei einer Pressekonferenz im Nationalpalast in Mexiko-Stadt

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum bei einer Pressekonferenz im Nationalpalast in Mexiko-Stadt

© Francisco Canedo/dpa

Ein schweres Erdbeben hat am Freitag den Süden Mexikos und Teile Mittelamerikas erschüttert. Der US-Erdbebendienst USGS gab die Stärke mit 7,3 an. Berichte über Todesopfer oder schwere Schäden lagen zunächst nicht vor.

Das Epizentrum befand sich nach Angaben des USGS rund 48 Kilometer südwestlich von Aquiles Serdán nahe der Küste des mexikanischen Bundesstaates Chiapas. Der Erdbebenherd lag demnach in einer Tiefe von 15 Kilometern.

Das Beben war von Mexiko-Stadt bis El Salvador zu spüren. Zuvor hatte es bereits eine schwächere Erschütterung weiter draußen im Pazifik gegeben. Danach registrierte der USGS mindestens fünf Nachbeben mit Stärken zwischen 5,1 und 6.

Menschen fliehen in Guatemala auf die Straßen

In Tapachula an der Grenze zu Guatemala begann das Beben zunächst schwach, wurde dann aber immer heftiger. Beschäftigte eines öffentlichen Krankenhauses verließen das Gebäude.

„Wir waren im zweiten Stock, als es zu wackeln begann“, sagte die Verwaltungsangestellte Alejandra Mendoza der Nachrichtenagentur AP. Zunächst hätten die Mitarbeiter geglaubt, die Erschütterungen würden schnell vorübergehen. „Dann wurde es stärker. Also gingen wir alle nach unten und räumten das Gebäude geordnet.“

Auch in Guatemala-Stadt wurden mehrere Gebäude evakuiert. Viele Menschen liefen während des morgendlichen Berufsverkehrs auf die Straßen. Guatemalas Katastrophenschutzbehörde Conred meldete zunächst keine größeren Schäden.

In sozialen Netzwerken verbreitete Videos sollen Erdrutsche an mehreren Straßen im Westen Guatemalas zeigen. Ob und in welchem Umfang Verkehrswege beschädigt wurden, war zunächst unklar.

Das Bildungsministerium setzte den Präsenzunterricht in den Bezirken San Marcos, Quetzaltenango, Suchitepéquez und Retalhuleu aus. Diese Regionen liegen vergleichsweise nahe am Epizentrum.

Mexikos Marine warnt vor möglichen Tsunami-Wellen

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, nach ersten Meldungen seien keine größeren Schäden festgestellt worden. Die Marine rief die Bevölkerung jedoch dazu auf, sich für mindestens sechs Stunden von den Stränden fernzuhalten.

Der Wetterdienst von Chiapas warnte zunächst vor möglichen Tsunami-Wellen von bis zu einem Meter an den Küsten Mexikos und Guatemalas. In Suchiate an der Grenze zwischen beiden Ländern wurden die Küstenabschnitte nach Angaben des Bürgermeisters Elmer Vázquez Gallardo überwacht.

Das Tsunami-Warnzentrum der mexikanischen Marine meldete später, bislang seien keine außergewöhnlichen Veränderungen des Meeresspiegels gemessen worden. Die Überwachung werde dennoch fortgesetzt, weil in Küstennähe und an Hafeneinfahrten starke Strömungen auftreten könnten.

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Erdbebenalarm in Mexiko-Stadt blieb stumm

Obwohl das Beben auch in Teilen von Mexiko-Stadt wahrgenommen wurde, löste das Warnsystem der Hauptstadt keinen Alarm aus. Die während der ersten Sekunden gemessene Energie habe die vorgeschriebenen Schwellenwerte nicht überschritten, erklärte die Regierung.

Der Süden Mexikos und Guatemala werden regelmäßig von schweren Erdbeben getroffen. Erst im Januar kamen bei einem Beben im Süden und Zentrum Mexikos zwei Menschen ums Leben. Im Jahr 2017 starben bei einem Erdbeben der Stärke 7,1 in Mexiko mehr als 300 Menschen.

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