Normalität ist an diesem AfD-Parteitagswochenende in Erfurt ein erstaunlich relativer Begriff. Wer ausschließlich die Messehalle erlebt, sieht sich mit einem Parteitag konfrontiert, der in weiten Teilen unspektakulär verläuft. Delegierte beraten, stimmen ab, applaudieren ihren Vorsitzenden und wandern zwischen Zigarettenpause und Kaffeestand hin und her. Die Atmosphäre wirkt im Vergleich zu den Vorjahren enorm routiniert und wird von einem Teilnehmer des Parteitags gegenüber Reportern der OAZ und Berliner Zeitung als „Parallelwelt“ bezeichnet. Man werde durch einen Korridor aus Polizei und Sicherheitskräften in die Halle geleitet und bekomme von dem, was draußen geschieht, kaum etwas mit.
Kommentar
Erfurt und das Ende einer alten Strategie: Warum dieser AfD-Parteitag eine Zäsur markiert
Der erste Tag des Bundesparteitags der AfD in Erfurt verlief so routiniert wie kein Parteitag zuvor. Die bundesweit angereisten Demonstranten suchten sich stattdessen ein neues Ziel.
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Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt
© Fabian Steffen/Eibner-Pressefoto/imago
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