Die Schließungswelle in Erfurts Innenstadt reißt nicht ab. Mit dem Biobetten-Laden „Biobett" in der Kürschnergasse 16 verliert die Altstadt erneut ein Geschäft – und zwar eines, das weit mehr als nur Schlafmöbel im Angebot hatte. Das teilte das Citymanagement Erfurt auf Facebook mit.
Das Aus trifft die Kürschnergasse gleich doppelt: Erst kürzlich hatte bereits das benachbarte „Trüffelschwein" in der Hausnummer 17 seinen Betrieb eingestellt. Nun folgt der direkte Nachbar.
Der Biobett-Laden hatte sich in der Stadt einen Namen gemacht, weil der Betreiber sein Geschäftskonzept immer wieder mit unkonventionellen Veranstaltungen erweiterte. Unter dem Motto „Wein im Bett" öffnete er abends die Türen und lud Gäste ein, spanischen Wein direkt in den ausgestellten Betten zu trinken. „Diese Ideen waren einfach nur erfrischend, Menschen sprachen darüber. Wir bedanken uns genau hierfür", schrieb das Citymanagement Erfurt in seinem Beitrag.
Erfurts Innenstadt kämpft mit einer wachsenden Lücke
Die Schließung reiht sich in eine Liste ein, die in den vergangenen Monaten stetig länger geworden ist. Neben dem Trüffelschwein haben bereits die Modeketten Tom Tailor und Tommy Hilfiger ihre Filialen in Erfurt aufgegeben. Auch das traditionsreiche Uhrengeschäft Kloock in der Meienbergstraße sowie das Familienunternehmen Klausundso in der Marktstraße mussten ihre Türen schließen.
Für die Erfurter Innenstadt bedeutet jede einzelne Schließung einen weiteren Verlust an Vielfalt und Anziehungskraft – besonders dann, wenn es Geschäfte trifft, die sich wie das Biobett durch kreative Konzepte von der Masse abhoben.
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