Medienkolumne

„Ermattet, aber unbeugsam“: Ein nachträglich ostdeutscher Blick auf den Alice-Schwarzer-Feminismus

Das Emma-Aus war ein selbstbestimmtes Ende. Es sagt mehr über ihre Gründerin aus als über den Feminismus. Dessen Verfechterinnen heute liegen falsch, wenn sie Schwarzer nur verurteilen.

Annekatrin Mücke
9 Min
Vor knapp 50 Jahren erschien die erste Emma – gegründet von Alice Schwarzer

Vor knapp 50 Jahren erschien die erste Emma – gegründet von Alice Schwarzer

© Sina Schuldt/dpa

Nach 398 Heften, über 36.000 Seiten und fast fünfzig Jahren ist Schluss. Es gibt keine Insolvenz, keinen Verkauf und keine Staffelübergabe. Stattdessen einen Satz, der halb Kampfansage und halb Kalauer ist: „Also gestattet: Jetzt sind wir ermattet.“ Das muss man erst einmal bringen – das eigene Lebenswerk mit einem Reim zu Grabe tragen.

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