Russland

Ermittler bergen Flugschreiber von Prigoschins abgestürztem Jet

Der Flugschreiber könnte den russischen Ermittlern neue Erkenntnisse liefern. Die Untersuchung der Toten läuft laut einem Bericht bereits.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Russland, Kuschenkino: Das vom russischen Ermittlungskomitee veröffentlichte und von der chinesischen staatlichen Nachrichtenagentur XINHUA bereitgestelltes Foto soll die Absturzstelle eines Privatflugzeugs in der Region Twer zeigen. 

Russland, Kuschenkino: Das vom russischen Ermittlungskomitee veröffentlichte und von der chinesischen staatlichen Nachrichtenagentur XINHUA bereitgestelltes Foto soll die Absturzstelle eines Privatflugzeugs in der Region Twer zeigen. 

© Uncredited/Investigative Committee of Russia/XinHua/dpa

Der Flugzeugabsturz und mutmaßliche Tod des russischen Söldnerführers Jewgeni Prigoschin beschäftigt derzeit russische Ermittler. Zwei Tage nach dem Ereignis sind die Flugschreiber und Trümmer der Maschine zu Untersuchungen abtransportiert worden. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Ria am Freitag von der Unfallstelle im Gebiet Twer. Das zentrale Ermittlungskomitee in Moskau informierte über die Bergung der Flugschreiber, deren Auswertung Rückschlüsse auf die Absturzursache geben könnten. Ein Ria-Video zeigte, wie ein großes Wrackteil verhüllt auf einem Lastwagen weggefahren wurde.

An der Absturzstelle seien zehn Leichen gefunden worden, die Identität der Toten werde nun anhand molekular-genetischer Analysen geklärt, teilten die Ermittler in Moskau am Freitagabend mit. Auch an der Absturzstelle selbst gingen die Untersuchungen weiter, hieß es.

Leichen wurden wohl schon untersucht

Die Trümmerteile würden in eine Fahrzeugreparaturwerkstatt der Armee gebracht, berichtete die kremlnahe Zeitung Iswestija. Auf dem Telegram-Kanal des russischen Militärbloggers Rybar zeigte ein Video, wie eine Tragfläche des Geschäftsfliegers aus einem dichten Waldstück gezogen wird.

Die Maschine vom Typ Embraer Legacy 600 war am Mittwochabend etwa auf halber Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg abgestürzt. Der Passagierliste zufolge zählen Prigoschin und andere Führungsmitglieder der Privatarmee Wagner zu den zehn Opfern. Eine offizielle Bestätigung seines Todes steht aber noch aus. Dabei sind die gefundenen Leichen nach Berichten anderer Militärblogger schon am Donnerstag untersucht worden.

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