Sachsen

Erneut Warnstreiks im Regionalverkehr Sachsen – vier Tage Ausfälle

Nach dem Streik in Ostsachsen vor einer Woche legt ver.di den Regionalbusverkehr jetzt fast flächendeckend lahm. Betroffen sind bis Samstag neun Landkreise sowie Dresden und Chemnitz.

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Bleiben wieder im Depot: In weiten Teilen Sachsens wird der Personennahverkehr ruhen.

Bleiben wieder im Depot: In weiten Teilen Sachsens wird der Personennahverkehr ruhen.

© Gabriele Hanke/imago

Die Gewerkschaft ver.di weitet ihren Arbeitskampf im sächsischen Regionalverkehr deutlich aus. Von diesem Mittwoch, 15. April, bis Samstag, 18. April 2026, sollen die Beschäftigten in neun Landkreisen und den Städten Dresden und Chemnitz die Arbeit niederlegen. Betroffen sind unter anderem die Landkreise Zwickau, Erzgebirge, Mittelsachsen, Meißen, Bautzen und Görlitz sowie die Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Streiks beginnen um 3.00 Uhr morgens und enden am Samstag um 3.00 Uhr – beim Regionalverkehr Westsachsen (RVW) erst um 5.15 Uhr.

Zu den bestreikten Unternehmen zählen RVW, der Regionalverkehr Erzgebirge, Regiobus Mittelsachsen, die Verkehrsgesellschaft Meißen, der Regionalbus Oberlausitz, die Dresdner Verkehrsservicegesellschaft sowie DB Regio Bus Ost in der Lausitz. Züge, S-Bahnen und die Straßenbahnen der DVB in Dresden fahren nach Angaben des Verkehrsverbundes Oberelbe planmäßig.

Bereits in der vergangenen Woche hatte ver.di von Donnerstag bis Samstag den Busverkehr in Ostsachsen und Dresden bestreikt. Die Aktionen waren die Reaktion auf eine fünfte Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband Nahverkehr (AVN), die ohne Ergebnis blieb.

Hauptstreitpunkte bleiben die Einführung der Fünf-Tage-Woche im Schichtdienst und eine Erhöhung des Jahresurlaubs. Die Arbeitgeberseite hat bislang 2 Prozent mehr Lohn ab dem 1. April sowie eine Einmalzahlung von 217 Euro angeboten. Einen neuen Verhandlungstermin gibt es erst am 12. Mai 2026. „Ohne ein deutlich verbessertes Angebot der Arbeitgeber wird es keine Einigung geben", erklärte ver.di-Verhandlungsführer Sven Vogel in einer Mitteilung. Die Gewerkschaft sieht die Verantwortung für die Eskalation bei den Arbeitgebern und bittet Pendler um Verständnis.

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