Bauprojekt

Erst 2024 eröffnet: Millionen-Brücke in Sachsen-Anhalt muss repariert werden

Die Kaiser-Otto-Brücke in Magdeburg muss gut zweieinhalb Jahre nach der Freigabe repariert werden – und die Zeit drängt.

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Die Brücke wurde vor mehr als zwei Jahren freigegeben. Nun muss das Millionen-Bauwerk repariert werden.

Die Brücke wurde vor mehr als zwei Jahren freigegeben. Nun muss das Millionen-Bauwerk repariert werden.

© Peter Gercke/dpa

Die Kaiser-Otto-Brücke in Magdeburg wird ab kommender Woche nacheinander in beiden Richtungen für Autos gesperrt. Die Brücke ist erst seit 2024 für den gesamten Verkehr offen und muss nun wegen eines Schadens repariert werden, teilte die Stadt mit. Vom 9. bis 13. November ist zunächst keine Fahrt in Richtung Innenstadt möglich, vom 16. bis 20. November dann nicht aus der Stadt heraus.

Autofahrer werden über ausgeschilderte Strecken um die Baustelle herumgeführt. Für Straßenbahnen ändert sich laut Stadt nichts.

Regenwasser im Tragwerk

Ursache ist Wasser in der Brückenplatte. Regen ist ins Tragwerk gelangt und soll nun abfließen können. Dafür wird der Belag auf der Ostseite der Brücke aufgenommen.

Aus Sicht der Stadt drängt die Zeit: Bis zum Winter sollen die Arbeiten fertig sein. Andernfalls könnte Frost das Bauwerk beschädigen. Die Verwaltung bittet die Autofahrer um Geduld.

Gesamtprojekt kostete rund 200 Millionen Euro

Die Brücke ist Teil des Strombrückenzugs, der das Zentrum über die Elbinsel Werder mit dem Osten Magdeburgs verbindet. Weil die Baupreise mehrmals gestiegen sind, kostete das Gesamtprojekt rund 200 Millionen Euro. Den größten Teil, etwa 130 Millionen Euro, musste die Stadt Magdeburg selbst bezahlen.

Seit dem Hochwasser 2013 konnte die benachbarte Anna-Ebert-Brücke nur noch begrenzt genutzt werden. Über die neue Brücke sollen vor allem die Straßenbahnen auch bei Hochwasser sicher über die Alte Elbe kommen, die alte Brücke steht weiterhin daneben. Die Bauarbeiten begannen im Februar 2020. Ab Dezember 2023 fuhren die ersten Straßenbahnen darüber, im März 2024 wurde die Brücke für alle Verkehrsarten freigegeben.

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Name erinnert an Otto I.

Schon von Weitem zu sehen sind die etwa 63 Meter hohen Pylone. Der Stadtrat entschied 2023 über den Namen, vorher konnten die Bürger mitreden. Namensgeber ist Otto I., der 962 zum Kaiser gekrönt wurde und eng mit der Stadt verbunden war. Die benachbarte Königin-Editha-Brücke über die Zollelbe trägt den Namen seiner ersten Frau.

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