Schnee-Countdown

Erster Schnee 2026: Heute Nacht wird es weiß – so lange müssen Sie vor Ihrer Haustür noch warten

Wann fällt der erste Schnee in Ihrer Region? Schneefallgrenze, Prognose für Alpen und Mittelgebirge und das mittlere Datum für Schnee im Flachland.

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Gerade genug für einen Mini-Schneemann: In den Alpen fällt heute Nacht oberhalb von 1800 Metern der erste Schnee, im Flachland heißt es noch warten. (Symbolbild)

Gerade genug für einen Mini-Schneemann: In den Alpen fällt heute Nacht oberhalb von 1800 Metern der erste Schnee, im Flachland heißt es noch warten. (Symbolbild)

© Imago/Unai Huizi

Zwischen Zugspitze und Sylt liegen an diesem Donnerstag zwei Jahreszeiten: In den Alpen fällt heute Nacht der erste Schnee, im Rest des Landes prasselt Regen. Für Dauerregen und Sturmböen gibt der Deutsche Wetterdienst die amtlichen Warnungen heraus. Wer den Schlitten schon aus dem Keller geholt hat, darf ihn wieder runtertragen.

Countdown bei null: Heute Nacht schneit es ab 1800 Metern

Noch am Mittwoch fühlte sich der Oktober wie ein verlängerter Sommer an. Deutschlandweit wurden bis zu 25,8 Grad gemessen, im Flächenmittel 22,3 Grad, wie das Wetterportal Meteored bilanziert.>

Jetzt räumt die Kaltfront von Tief Felicia das Land auf. Hinter ihr strömt Polarluft vom Nordatlantik heran, in 1500 Metern Höhe fällt die Temperatur im Norden zeitweise auf nahe null Grad. Am Boden bleiben vielerorts nur 12 bis 19 Grad.

An den Alpen regnet es bis in die Nacht fast pausenlos, meist 30 bis 40 Liter pro Quadratmeter, örtlich um 50. In der Nacht zum Freitag wird daraus oberhalb von etwa 1800 Metern Schnee. Bis zum Morgen können dort einige Zentimeter liegen, die Zugspitze mit ihren 2962 Metern ragt weit über die Schneefallgrenze hinaus.

Dazu frischt der Nordwestwind auf: im Binnenland Böen um 55 km/h, an den Küsten und auf freien Gipfeln bis etwa 80 km/h. Wer am Wochenende in die Berge will, sollte die amtlichen Warnungen prüfen und die Sommerschuhe im Schrank lassen.

110 km/h am Brocken: Am Wochenende stürzen die Temperaturen um zehn Grad

Schon am Freitag erreicht die nächste Front von Tief Gabriela den Nordwesten, mit neuem Regen und kräftigem Südwestwind. Auf dem Brocken sind laut dem Portal Böen von mehr als 110 km/h möglich.

Am Samstag zieht der Regen in die Mitte und den Süden. Die Höchstwerte liegen nur noch bei 10 bis 14 Grad, gut zehn Grad weniger als in der Vorwoche, heißt es dort in einer weiteren Prognose.

Am Sonntag reißt die Wolkendecke von Westen her auf. Dann wird es nachts kritisch: In klaren Nächten ist in Tälern und Mulden der erste Bodenfrost möglich. Die Geranien vom Balkon haben ab jetzt Hausrecht im Treppenhaus.

52 Tage: So lange muss das Flachland noch auf Schnee warten

Der Countdown läuft je nach Höhe völlig unterschiedlich. In den Alpen steht er ab heute Nacht auf null. In den Mittelgebirgen über 1000 Metern ist Schnee laut DWD im Mittel ab Mitte Oktober möglich, also theoretisch schon in wenigen Tagen.

Unten tickt eine ganz andere Uhr. Für Lagen bis 800 Meter in Baden-Württemberg nennt DWD-Klimatologe Hanns Ulrich Kümmerle den 29. November als mittleres Datum der ersten Schneedecke. Von heute an gerechnet sind das 52 Tage.

Und der Trend arbeitet gegen die Schneefans: In vielen Städten kommt der erste Schnee inzwischen rund zwei Wochen später als früher. Die Alpen bekommen ihren Schnee. Das Flachland bekommt erst einmal Nebel.

Kein Gipfel hoch genug: Warum Brocken und Feldberg diesmal leer ausgehen

Die Rechnung ist schnell gemacht. Der höchste Mittelgebirgsgipfel Deutschlands, der Feldberg im Schwarzwald, misst 1493 Meter, der Brocken 1141. Bei einer Schneefallgrenze von 1800 Metern bleibt für sie von dieser Kaltfront nur Regen und Sturm.

Der Regen ist trotzdem willkommen. Der September war extrem trocken, die Böden sind tief ausgedörrt, die Pegel an Rhein und Mosel niedrig.

Dass der Oktober auch anders kann, zeigt ein Winter-Frühstart vor einigen Jahren: Damals schneite es Mitte Oktober bis ins Flachland, in Köln und Essen war es so kalt wie seit Messbeginn 1881 nicht mehr.

Wie der Wetterumschwung begann, lesen Sie in unserem Wetterbericht vom Mittwoch.

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23 Grad statt Schnee: Was der restliche Oktober bringt

Zum Start der neuen Woche baut sich ein Hoch auf, darunter bildet sich oft zäher Nebel. Löst er sich auf, gibt es 15 bis 18 Grad und Sonne. Bleibt er hängen, kommen manche Orte kaum über 10 Grad.

Zur Monatsmitte könnte die Strömung auf Südwest drehen. Am Oberrhein, im Rhein-Main-Gebiet und in Teilen Baden-Württembergs wären dann noch einmal 20 bis 23 Grad drin. Das Gegenmodell: Ein erstarkender Polarwirbel schickt weitere kühle Tiefs, dann bleibt es bei 10 bis 14 Grad und Regen.

Das europäische Langfristmodell setzt klar auf die warme Variante und sieht einen Hochdruckblock über Mittel- und Osteuropa. Trotz des Wettersturzes soll der Oktober damit 1,5 bis 2 Grad zu warm ausfallen, in Südostbayern sogar bis zu 3 Grad.

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