Es gibt keine Alternative

BLZ
2 Min

Ich verfolge zur Zeit sehr aufmerksam Ihre Artikel über das Tierheim in Berlin-Lankwitz. Am 17. Mai las ich den Leserbrief "Unerträgliche Verlogenheit" in dem sich die Autorin Manuela Schnur gegen die Tötung von Kampfhunden wendet. Hierauf möchte ich gerne antworten.Zuerst will ich betonen, daß ich ein großer Tiernarr bin. Trotzdem kann ich nicht verstehen, warum in den Berichten der "Berliner Zeitung" der Bock zum Gärtner gemacht wird. Sicher, es ist sehr traurig, wenn Tiere, die organisch gesund sind, eingeschläfert werden müssen, weil sie dem Menschen aus den Händen geglitten sind. Aber fänden Sie es besser, wenn diese Tiere, über deren Bißattacken Sie ja auch ständig berichten, wieder auf die Menschheit losgelassen werden? Machen wir uns doch nichts vor, solch ein Tier wird sich wohl kein verantwortungsbewußter Tierfreund anschaffen, weil er einfach nicht für die Sicherheit der Mitmenschen garantieren kann. Sollen diese Tiere nun jahrelang in überfüllten Käfigen vegetieren, sich vielleicht sogar gegenseitig zerfleischen? Das führt doch zwangsläufig zu weiteren Neurosen und Verhaltensstörungen, die es einfach unmöglich machen, diese Hunde wieder zu vermitteln. Schuld an diesen Zuständen sind doch einzig und allein die Züchter und Tierhalter, die diese seelisch kranken Tiere herangezüchtet haben. Das Tierheim ist doch wohl das letzte Glied in dieser Kette. Es hat meiner Meinung nach, wenn es verantwortungsvoll handelt, gar keine andere Alternative, als die gewählte. Michaela Böckmann, Berlin-Karlshorst

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