Fußball

Hertha-Fahne in Flammen, Fans bewerfen sich mit Pyrotechnik: Ausschreitungen bei Partie gegen Dresden

Beim Spiel am Samstag eskaliert die Situation zwischen den Fans. Die Polizei ermittelt wegen mehrerer Delikte, die Vereine verurteilen die Ausschreitungen.

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Bei dem Spiel zwischen dem Hertha BSC und Dynamo Dresden eskalierten Kämpfe zwischen den Fans.

Bei dem Spiel zwischen dem Hertha BSC und Dynamo Dresden eskalierten Kämpfe zwischen den Fans.

© Sebastian Kahnert/dpa

Bei der Partie zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC am vergangenen Samstag ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Fans beider Seiten stürmten den Innenraum des Rudolf-Harbig-Stadions, es flogen Pyrotechnik-Geschosse, das Spiel musste rund 20 Minuten unterbrochen werden.

Der DFB-Kontrollausschuss kündigte an, zu Beginn der neuen Woche Ermittlungsverfahren gegen beide Vereine einzuleiten. Beiden Klubs drohen empfindliche Strafen.

Rund um die 20. Spielminute eskalierte die Situation: Nach ersten Erkenntnissen der Polizei Dresden überstiegen zunächst Fans des Berliner Vereins eine Absperrung und drangen in den Stadioninnenraum ein – das eingesetzte Sicherheitspersonal konnte dies nicht verhindern. Daraufhin überwanden laut Polizeiangaben etwa 60 Dresdner Anhänger ebenfalls die Absperrungen und bewegten sich zum Gästebereich.

Nach Eskalation: Hertha und Dynamo drohen Strafen

Es kam zu einem direkten Aufeinandertreffen, bei dem Pyrotechnik als Wurfgeschoss eingesetzt wurde. Schiedsrichter Sven Jablonski schickte beide Teams in die Kabinen, Polizeibeamte betraten den Innenraum und trennten die Gruppen. Im Dresdner Block wurde anschließend eine Hertha-Fahne verbrannt.

Insgesamt waren 750 Polizisten im Einsatz. Die Dresdner Polizei leitete mehr als ein Dutzend Ermittlungsverfahren ein – unter anderem wegen Landfriedensbruch, gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Ticketbetrug. Ob Beschuldigte aus beiden Fanlagern betroffen sind, blieb zunächst offen. Rund 600 Gästefans verließen nach den Vorfällen vorzeitig das Stadion.

Dynamos Geschäftsführer Stephan Zimmermann verurteilte die Vorfälle in einer Vereinsstellungnahme scharf: „Bilder, wie wir sie am heutigen Abend gesehen haben, sind nicht akzeptabel und schaden nicht nur unserem Verein, sondern dem gesamten Fußball in Deutschland massiv“.

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Hertha-Trainer Stefan Leitl ordnete das Geschehen nach Abpfiff ein: „Für Fußball-Deutschland ist es schon sehr enttäuschend, was heute Abend hier leider in Dresden passiert ist“. Herthas Kapitän Fabian Reese schilderte die Eindrücke der Spieler: „Als Sportler ist man so in seinem Tunnel, auf einmal hat es überall geknallt. Es gab Rauch und Nebel, plötzlich lief irgendwer über den Platz und dann mussten wir auch schon rein“

Der Deutsche Fußball-Bund bestätigte auf Anfrage, dass der Kontrollausschuss Ermittlungsverfahren gegen beide Klubs einleiten werde. Sportlich gewann Hertha BSC die Partie mit 1:0.

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