Protektionismus

EU-Handelsstreit mit China spitzt sich zu: Deutsche Firmen warnen vor Eskalation

Die EU und China verhandeln über ihren Handelsstreit. Deutsche Firmen warnen vor einer Eskalation – und ein Ökonom zweifelt am Nutzen neuer EU-Waffen.

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Containerschiffe im Hafen von Antwerpen.

Containerschiffe im Hafen von Antwerpen.

© IMAGO/Zoonar.com/Hugo Kurk

Im Handelsstreit zwischen der EU und China beginnen an diesem Donnerstag in Peking hochrangige Verhandlungen. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic trifft Chinas Handelsminister Wang Wentao, um über Handelsungleichgewichte, Marktzugang und Exportbeschränkungen zu sprechen. Der Druck ist hoch: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben erst zu Wochenbeginn schärfere EU-Instrumente gegen Marktverzerrungen gefordert. Peking hingegen kritisiert den wachsenden europäischen Protektionismus.

Für deutsche Unternehmen könnte eine weitere Eskalation erhebliche Folgen haben. Das zeigen vorläufige Ergebnisse einer Geschäftsklimaumfrage der Deutschen Handelskammer in China, die dieser Zeitung vorliegen: 80 Prozent der befragten Firmen rechnen bei einer Verschärfung des Handelskonflikts mit Auswirkungen auf ihr China-Geschäft. Auch der wirtschaftliche Nutzen der vorgeschlagenen EU-Maßnahmen steht infrage: Ein führender Außenhandelsökonom bezweifelt, dass sie Europas Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen – und sieht darin allenfalls einen Zeitgewinn.

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