Beim EU-Gipfel in Brüssel prallen an diesem Donnerstag die Vorstellungen über den nächsten EU-Haushalt aufeinander. Deutschland lehnt den irischen Kompromiss weiter ab, obwohl Dublin das Gesamtvolumen bereits deutlich gekürzt hat. Der Grund: Ausgerechnet bei Verteidigung, Forschung und Wettbewerbsfähigkeit setzt Irland den Rotstift stärker an.
Die Bundesregierung wollte den nächsten EU-Haushalt deutlich kleiner machen – aber nicht überall. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und fünf verbündete Staaten hatten gefordert, klassische Ausgaben für Landwirtschaft und Regionalförderung stärker zu kürzen und zugleich mehr Geld für Verteidigung, Forschung und Wettbewerbsfähigkeit bereitzustellen.
Staatsausgaben
EU-Haushalt: Merz wollte mehr für Rüstung – jetzt kürzt Irland genau dort
Deutschland soll künftig über 60 statt gut 40 Milliarden Euro zahlen – und Irland schont Agrargelder, während es bei Merz’ Prioritäten kürzt.
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Bundeskanzler Friedrich Merz gab am Mittwoch in Berlin vor dem EU-Gipfel eine Regierungserklärung ab.
© Volodymyr Sindieiev/imago
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