Nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die zusätzlichen Zölle für 90 Tage außer Kraft setzen zu wollen, zieht die EU nach. Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Donnerstag bekannt gab, wird die EU ihre zuvor angekündigten Gegenzölle auf US-Waren ebenfalls für 90 Tage aussetzen.
„Wenn die Verhandlungen nicht zufriedenstellend verlaufen, werden unsere Gegenmaßnahmen in Kraft treten“, schrieb von der Leyen am Mittag in einem Post im Onlinedienst X. Die Vorbereitungsarbeiten für weitere Gegenmaßnahmen sollen ihr zufolge andauern. „Wie ich bereits gesagt habe, bleiben alle Optionen auf dem Tisch.“
Kurz zuvor hatte von der Leyen die von Trump angekündigte „Pause“ im weltweiten Zollstreit begrüßt. „Das ist ein wichtiger Schritt, um die Weltwirtschaft zu stabilisieren“, erklärte von der Leyen am Donnerstagmorgen im Onlinedienst X. Die Börsen hatten zuvor euphorisch auf Trumps Kurswechsel reagiert.
Der US-Präsident hatte am Mittwoch eine 90-tägige „Pause“ im von ihm selbst angezettelten weltweiten Handelsstreit angekündigt. In diesem Zeitraum gelte ein „erheblich reduzierter“ Zollsatz von zehn Prozent für die Handelspartner, darunter auch für die EU. Für China erhöhte Trump den Satz dagegen auf 125 Prozent.
„Klare, vorhersehbare Bedingungen sind von elementarer Bedeutung, damit Handel und Lieferketten funktionieren“, betonte die EU-Kommissionschefin. Die EU sei weiter bereit, mit Trump zu verhandeln. Von der Leyen wiederholte das Angebot der EU, gegenseitig alle Zölle auf bestimmte Industriegüter abzuschaffen.
Von der Leyen: „Pause“ für Trump-Zölle wichtiger Schritt für stabile Weltwirtschaft
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