Europa muss seine Einfuhren von Flüssigerdgas (LNG) mehr als verdoppeln, um die halb leeren Gasspeicher zum Winter zu füllen. Das zeigt die neue „Gasbilanzanalyse“ des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI).
Die Speicher in der EU und im Vereinigten Königreich sind laut Daten von Gas Infrastructure Europe Ende Juli nur zu 55 Prozent gefüllt – der zweitniedrigste Füllstand für diesen Zeitpunkt seit 2016. Nur 2021 lag der Wert noch darunter. Ursache sind laut EWI der hohe Gasverbrauch im kalten vergangenen Winter und eine schleppende Einspeicherung im Frühjahr. Um bis zum 1. November einen Winterpuffer von 80 Prozent aufzubauen, fehlen rund 275 Terawattstunden Gas. Doch Asien zahlt derzeit mehr für verfügbare Ladungen – und ab Januar 2027 fällt mit russischem LNG eine wichtige Bezugsquelle weg.
Energieversorgung
Europa braucht jetzt doppelt so viel LNG – Russland-Verbot kommt erst noch
Eine neue Analyse zeigt: Europa muss schon jetzt mehr LNG einkaufen, um die Gasspeicher für den Winter zu füllen. Ab Januar fällt dann auch noch russisches LNG weg.
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Laut einer neuen Analyse muss Europa seine LNG-Importe verdoppeln, um die leeren Gasspeicher zu befüllen.
© photo2000/imago
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