Der renommierte Historiker Hans-Peter Schwarz beschrieb in den 1990er-Jahren bereits die deutsche Außenpolitik als ein Pendeln zwischen zwei Extremen: „machtversessen“ und „machtvergessen“. Während erstere eine Überdehnung politischer Macht bezeichnet, steht letztere für die Tendenz, vorhandene Machtressourcen aus historischen Gründen nicht strategisch zu nutzen.
Weltordnung
Europas unsichere Zukunft: Deutschland zeigt sich machtvergessen
Europa verspielt gerade seinen globalen politischen Einfluss. Deutschland darf sich nicht verstecken, sondern muss selbstbewusst seine Führungsrolle annehmen.
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Deutschland avanciert, ob gewollt oder nicht, zur politischen „Schlüsselmacht“ Europas.
© Dwi Anoraganingrum/imago
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