Kai-Uwe Kohlschmidt ist immer auf der Suche nach besonderen Tönen und Texten. Als Sänger der Band Sandow schrie er 1988 „Born in the G.D.R“, später schrieb er Filmmusiken für „Polizeiruf“ und „Tatort“, kreierte Radio-Features über seine Expeditionen in fremde Welten. Mit Mitte fünfzig wagte er sich als Greenhorn an die Filmregie heran. Das Filmprojekt „Das nomadische Gen“ führte ihn mit Künstlerfreunden auf alle Kontinente, angefangen mit einer Reise zum Fuße des Nanga Parbat.
Dass auch der Hügel vom Humboldthain eine besondere Herausforderung sein kann, hat er erfahren, als er Stationen für einen Audio-Weg suchte. Die oberen Bänke sind von Drogendealern besetzt, im Freibad werden ihm O-Töne verweigert. Aber aufgeben kommt nicht infrage. „Ich bin nun mal Geschichtenerzähler“, erklärt er beim Interview im italienischen Restaurant am Humboldthain. „Meine Mutter war Puppenspieler, mein Vater Historiker.“ Ein Gespräch über das Unterwegssein als Kunstform.
Musik
Sandow-Sänger Kohlschmidt: Vom DDR-Punk zum Weltreisenden – warum er Rammstein das Feuer brachte
Er schrieb „Born in the G.D.R.“ und kletterte auf allen Vieren auf einen Dreitausender. Sandow-Frontmann Kai-Uwe Kohlschmidt über seine Wandlung vom Ostrocker zum Filmemacher.
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Macht Kanutouren im Spreewald auf LSD: der Sandow-Frontmann Kai-Uwe Kohlschmidt
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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