In Tel Aviv ist Krieg kein fernes Nachrichtenthema, sondern akustische, körperliche und psychologische Realität. Sirenen zerreißen die Nacht, Familien laufen in Schutzräume, der Alltag wird in Intervallen von Alarm und Entwarnung organisiert. Während in Europa über Verhältnismäßigkeit, Völkerrecht und strategische Zurückhaltung diskutiert wird, wird der Konflikt in Israel aus einer anderen Erfahrung heraus betrachtet: als Auseinandersetzung mit einem Gegner, dessen Drohungen nicht rhetorisch, sondern wörtlich ernst genommen werden.
Iran-Krieg
Ex-Bundespolizist in Tel Aviv: „Die erste Sirene fühlte sich an wie ein Befreiungsschlag“
Früher an Europas Außengrenzen, heute in Tel Aviv: Der Ex-Bundespolizist Jan Solwyn hält Europas Debatte über Israel und den Iran für realitätsfern. Ein Interview.
16 Min
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Eine Explosion ausgelöst durch eine iranische Rakete erschüttert das Zentrum von Tel Aviv am 28. Februar 2026.
© Chen Junqing/imago
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