MeToo-Prozess

Ex-Hollywood-Mogul Harvey Weinstein zu 15 Jahren Haft verurteilt

Der frühere Filmproduzent Harvey Weinstein ist in New York zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Der 74-Jährige war 2025 in einem neu aufgerollten Verfahren erneut schuldig gesprochen worden.

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Harvey Weinstein erscheint vor dem Strafgericht in Manhattan.

Harvey Weinstein erscheint vor dem Strafgericht in Manhattan.

© Adam Gray/AP

Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein ist in New York zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Richter Curtis Farber verkündete das Strafmaß am Mittwoch in Manhattan. Weinstein war im vergangenen Jahr wegen eines schweren sexuellen Übergriffs auf die frühere Produktionsassistentin Miriam Haley schuldig gesprochen worden.

Haley hatte ausgesagt, Weinstein habe sie 2006 in seiner Wohnung in Manhattan zum Oralverkehr gezwungen. Eine Jury sprach ihn 2025 erneut wegen eines schweren sexuellen Übergriffs schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte 20 Jahre Haft gefordert, möglich waren bis zu 25 Jahre. Weinsteins Verteidiger hatten wegen seines Alters und seines Gesundheitszustands auf neun Jahre plädiert.

Neues Verfahren nach aufgehobenem Weinstein-Urteil

Weinstein war bereits 2020 unter anderem wegen der Vorwürfe Haleys zu 23 Jahren Gefängnis verurteilt worden. New Yorks höchstes Gericht hob das Urteil 2024 jedoch wegen Verfahrensfehlern auf und ordnete einen neuen Prozess an. In diesem wurde Weinstein im Fall Haley erneut schuldig gesprochen. Von einem weiteren Vorwurf eines sexuellen Übergriffs wurde er freigesprochen. In einem Vergewaltigungsfall gegen ihn konnten sich die Geschworenen auch nach einem weiteren Verfahren nicht auf ein Urteil einigen, die Staatsanwaltschaft ließ die Anklage schließlich fallen.

Der 74-Jährige sitzt bereits seit mehr als sechs Jahren in Haft. Hinzu kommt ein Verfahren in Kalifornien: Dort wurde seine Verurteilung wegen Vergewaltigung und sexueller Übergriffe bestätigt, das ursprüngliche Strafmaß von 16 Jahren muss allerdings neu festgesetzt werden. Ob die Strafen später nacheinander oder teilweise gleichzeitig verbüßt werden, ist noch offen.

Die Vorwürfe gegen Weinstein gehörten 2017 zu den Auslösern der weltweiten MeToo-Bewegung. Mehr als 80 Frauen erhoben im Laufe der Jahre Vorwürfe wegen sexueller Belästigung, Übergriffen oder Vergewaltigung gegen den einst mächtigen Produzenten. Weinstein bestreitet, Frauen vergewaltigt oder sexuell angegriffen zu haben.

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