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Interview

Ex-Marinechef Schönbach über Ukraine-Krieg, Nato-Ostflanke und Russland: „Chance vertan“

Vizeadmiral a.D. Kay-Achim Schönbach über das umstrittene Hauptquartier für die Nato in Rostock, abgerissene Drähte nach Moskau und die Frage, was er als Inspekteur nie hätte sagen dürfen.

12 Min
Kay-Achim Schönbach, ehemaliger Inspekteur der Deutschen Marine: „Es gibt im Umgang mit Russland keine wirkliche Alternative zur Diplomatie.“

Kay-Achim Schönbach, ehemaliger Inspekteur der Deutschen Marine: „Es gibt im Umgang mit Russland keine wirkliche Alternative zur Diplomatie.“

© Bernd Wüstneck

Es gibt Sätze, die ein Berufsleben beenden können. Kay-Achim Schönbach hat das im Januar 2022 in Neu-Delhi am eigenen Leib erfahren: Wenige Bemerkungen über Respekt gegenüber Russland und Wladimir Putin – und der damalige Inspekteur der Marine war seinen Posten los. Knapp vier Jahre später, mit Krieg in der Ukraine, einer Nato-Ostflanke in Habachtstellung und einem multinationalen Marinehauptquartier der Nato in Rostock, das Moskau als Vertragsbruch geißelt, bekommt jeder dieser Sätze ein neues Gewicht. Grund genug, mit dem Vizeadmiral a.D. ausführlich zu sprechen – über das CTF Baltic, den Zwei-plus-Vier-Vertrag, die Versäumnisse deutscher Russlandpolitik und die Frage, was ein pensionierter Admiral heute klar benennen kann, was ein aktiver niemals dürfte.

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