Diplomatie

Ex-Verlobte seines Sohnes: Trump erwägt Entlassung von US-Botschafterin in Griechenland

Eine Geldforderung und Berichte über Luxusreisen setzen Kimberly Guilfoyle unter Druck. Nun hat sich Trump selbst zu ihrer Zukunft geäußert.

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US-Botschafterin Kimberly Guilfoyle im November 2025 in Athen. Präsident Donald Trump erwägt nach Berichten über mögliches Fehlverhalten ihre Entlassung.

US-Botschafterin Kimberly Guilfoyle im November 2025 in Athen. Präsident Donald Trump erwägt nach Berichten über mögliches Fehlverhalten ihre Entlassung.

© Aris Messinis/AFP

US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche Entlassung seiner Botschafterin in Griechenland, Kimberly Guilfoyle, öffentlich bestätigt. „Wir prüfen das. Ja, wir sind nicht zufrieden“, sagte er am Montag vor dem Weißen Haus laut Associated Press. Gegen die frühere Verlobte seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. stehen Vorwürfe im Raum, politische Kontakte für persönliche finanzielle Vorteile genutzt zu haben.

Eine Entscheidung über Guilfoyles Zukunft verkündete Trump zunächst nicht. Nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters gegenüber dem Wall Street Journal wurde am Wochenende auch darüber gesprochen, sie zu einem freiwilligen Rücktritt aufzufordern.

Geldforderung an Trump-Unterstützer

Auslöser sind unter anderem vom Wall Street Journal veröffentlichte Nachrichten. Demnach bat Guilfoyle den Trump-Unterstützer Eric Deters vor ihrer Senatsanhörung im vergangenen Jahr, 100.000 Dollar (rund 89.400 Euro) auf ihr American-Express-Konto zu überweisen. Eine solche Zahlung werde nirgendwo auftauchen, soll sie auf Signal geschrieben haben.

Deters hatte Guilfoyle zuvor für Auftritte bezahlt, beglich die Kreditkartenrechnung aber nicht. Gegenüber ABC News behauptete er, sie habe ihm im Gegenzug Zugang zu hochrangigen Regierungsvertretern angeboten.

Guilfoyles Anwälte weisen die Vorwürfe zurück. Ihr Anwalt Jesse Binnall bestritt gegenüber dem Wall Street Journal die Echtheit der Nachrichten. Bei dem verlangten Geld habe es sich um ausstehende Honorare für Reisen und Auftritte vor ihrer Nominierung gehandelt. Deters erklärte dagegen, ihr nichts geschuldet zu haben.

Luxusreisen und mögliche Interessenkonflikte

Die interne Kontrollbehörde des US-Außenministeriums untersucht dem Bericht zufolge zudem, ob Guilfoyle Geschenke oder Gefälligkeiten privater Geschäftsleute erhielt. Die Zeitung berichtete über eine Tonaufnahme, in der sie von einer durch griechische Unternehmer finanzierten Parisreise und luxuriösen Hotelaufenthalten erzählt haben soll. Ihre Anwälte erklärten, sie habe bei Privatjetreisen die Vorgaben des Außenministeriums eingehalten.

Auch im Kongress wächst der Druck. Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen fordert eine Prüfung möglicher Interessenkonflikte. Dabei geht es um Guilfoyles angeblichen Einsatz für ein ausländisches Unternehmen und die Teilnahme eines privaten Lobbyisten an offiziellen Treffen.

Enge Beziehungen zu Athen

Die USA und Griechenland arbeiten als Nato-Partner eng zusammen. Erst am 7. Oktober vereinbarten Außenminister Marco Rubio und sein griechischer Amtskollege Giorgos Gerapetritis laut einer beim griechischen Außenministerium veröffentlichten gemeinsamen Erklärung, die Verteidigungs-, Handels- und Energiebeziehungen weiter auszubauen.

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