TRIPOLIS, 23. April. Die USA haben ihre Sanktionen gegen Libyen am Freitag weitgehend aufgehoben. Damit honorierte Präsident George W. Bush die libysche Entscheidung, auf alle Massenvernichtungswaffen zu verzichten, wie das Weiße Haus erklärte. Libyen setze damit einen Standard, "von dem wir hoffen, dass ihn andere Nationen nachahmen werden", hieß es in Washington. Firmen und Einzelpersonen können demnach ab sofort wieder in Libyen tätig werden und investieren. Interessiert an der Kooperation dürften vor allem US-Ölkonzerne sein. Exporte nach Libyen bleiben aber weiter beschränkt, weil das Land nach Ansicht Washingtons Terroristen unterstützt. Wirtschaftsminister Abdelkader el Cheir hatte vor eingen Tagen in Tripolis gesagt, das Ende der seit 1986 geltenden Sanktionen sei "Teil der Verhandlungen und Vereinbarungen mit den USA". Mitte Dezember hatte Staatschef Gaddafi nach monatelangen Geheimverhandlungen mit Washington und London Libyens Verzicht auf Massenvernichtungswaffen erklärt. Libyen übernahm die Verantwortung für den Abschuss der Lockerbie-Maschine und unterschrieb auch das Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag. (AFP)
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