US-Dominanz

EZB-Chefin Lagarde will Trump besänftigen: EU soll mehr LNG und Waffen aus Amerika kaufen

Die USA ziehen der EU ökonomisch davon. Für Trumps nächsten Wirtschaftskrieg muss sich Europa wappnen. Doch EZB-Chefin Lagarde will sich lieber freikaufen.

Simon Zeise
Simon Zeise
3 Min
EZB-Chefin Christine Lagarde: Die europäische Wirtschaft ist ein „Museum“.

EZB-Chefin Christine Lagarde: Die europäische Wirtschaft ist ein „Museum“.

© Kirill KudryavAFP

Die USA haben in den vergangenen Tagen ihre Dominanz über Europa voll ausgespielt. Erst genehmigte Präsident Joe Biden der Ukraine die Nutzung weitreichender ATACMS-Raketen, um russisches Hinterland zu beschießen. Dann verhängte Washington Sanktionen gegen die russische Gazprombank, über die der verbliebene Gashandel mit der EU abgewickelt wird. Und zu guter Letzt kündigte noch US-Investor Stephen Lynch an, die deutsch-russische Gaspipeline Nord Stream 2 kaufen zu wollen, um Europas Energieversorgung endgültig unter amerikanische Kontrolle zu bekommen.

Doch statt politische Schritte in Richtung mehr Eigenständigkeit von den USA zu gehen, wollen führende EU-Beamte sogar vorauseilenden Gehorsam leisten. So legte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, in ihrem ersten Interview nach der Wiederwahl von Donald Trump dar, wie sich die EU gegenüber den USA positionieren sollte.

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