Vor der Küste Nordzyperns ist am Sonntag eine Passagierfähre gekentert. Sieben Menschen kamen dabei ums Leben, 237 weitere wurden gerettet. Das teilte der Regierungschef der Türkischen Republik Nordzypern, Ünal Üstel, laut der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu mit. An Bord befanden sich nach Angaben von Üstel 259 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder.
Die Fähre war nach Angaben von Anadolu gegen 12.30 Uhr Ortszeit vom Hafen von Kyrenia in Richtung Taşucu in der türkischen Provinz Mersin aufgebrochen. Kurz nach dem Ablegen begann das privat betriebene Schiff aus zunächst unbekannter Ursache, Wasser aufzunehmen. Der Kapitän setzte einen Hilferuf ab, woraufhin Küstenwache und Hafenverwaltung Rettungskräfte zu der Unglücksstelle schickten.
Nach Angaben von AFP zeigten türkische Fernsehsender Aufnahmen des teilweise gesunkenen Schiffs, der Rettungskräfte und von Trümmern, die auf der Meeresoberfläche trieben.
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Rettungseinsatz mit Booten und Hubschraubern
Üstel zufolge beteiligten sich neben der Küstenwache auch Privatpersonen mit ihren Booten an der Suche und Rettung. Auch der türkische Vizepräsident Cevdet Yılmaz erklärte, die Such- und Rettungsmaßnahmen liefen weiter. Daran seien Einheiten der Küstenwachen Nordzyperns und der Türkei sowie weitere Behörden beteiligt.
Warum die Fähre kenterte, war zunächst nicht abschließend geklärt. Üstel sagte laut Anadolu, das Schiff sei ursprünglich bereits am Vortag für die Fahrt in die Türkei vorgesehen gewesen, habe wegen der Wetterbedingungen aber erst am Sonntag abgelegt. Auf See habe zunächst eine Welle das Schiff getroffen. Während der Kapitän versucht habe, die Situation zu stabilisieren, sei eine zweite Welle auf die Fähre getroffen, woraufhin sie Wasser aufgenommen habe.
Die Republik Zypern ist seit 2004 Mitglied der Europäischen Union. Im Norden der seit 1974 geteilten Insel besteht die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern, die nur von der Türkei anerkannt wird, wie AFP berichtet. (mit AFP)
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