Hendrik Holt, der 2022 in Osnabrück wegen groß angelegten Windkraft-Betrugs zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde, ist untergetaucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kehrte der aus Haselünne im Landkreis Emsland stammende Verurteilte am vergangenen Dienstag nicht von einem genehmigten Ausgang in ein Berliner Gefängnis zurück. Die Behörden haben eine Fahndung eingeleitet.
Holt befand sich laut Staatsanwaltschaft bereits seit längerer Zeit im offenen Vollzug. Diese Vollzugsform erlaubt Inhaftierten unter bestimmten Voraussetzungen, die Haftanstalt zeitweise zu verlassen, etwa für Arbeit oder genehmigte Ausgänge.
Holt wurde 2022 verurteilt
Festgenommen worden war Holt im Jahr 2020 im Berliner Nobelhotel Adlon. Gemeinsam mit weiteren Familienmitgliedern hatte er internationalen Energiekonzernen Windpark-Projekte angeboten, die zum Teil frei erfunden waren. Für diese Vorhaben verlangten die Beteiligten Millionenbeträge.
Im Prozess vor dem Landgericht Osnabrück legte Holt 2022 ein Geständnis ab und wurde zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt.
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