Tag des Sieges

Fahnenverbot im Treptower Park: „Sind wir Menschen zweiter Klasse?“

Keine russischen und sowjetischen Symbole, kein Weiß-Blau-Rot, aber „Nazis raus“-Rufe beim Auftauchen der ukrainischen Flagge. Nervöses Gedenken am Ehrenmal.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
6 Min
Blumen an der Statue „Mutter Heimat“ am Ehrenmal im Treptower Park

Blumen an der Statue „Mutter Heimat“ am Ehrenmal im Treptower Park

© Benjamin Pritzkuleit

Keine russische Fahne, auch keine sowjetische – verboten wie das Georgsband am Blusenkragen. Und doch gehört der Treptower Park am 9. Mai den Russen. Viele Hundert strömen Stunde um Stunde herbei, mit Blumen und geschmückten Bildern der im Krieg gefallenen Großeltern. Am Ehrenmal zwischen der Monumentalfigur des sowjetischen Soldaten und den steinernen Fahnen mit den knieenden Kämpfern liegen 7200 sowjetische Tote begraben, Männer und Frauen, gefallen in der Schlacht um Berlin bei der Befreiung der Deutschen vom Nationalsozialismus.

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