Nahverkehr

Fahrkartenautomaten verschwinden: Was die Ticket-Revolution für die Fahrgäste der BVG bedeutet

Ohne Papierfahrscheine und Bargeld: BVG bereitet digitales Vertriebssystem vor. Fachleute loben die Strategie. Doch der Fahrgastverband IGEB warnt vor einem Alleingang.

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Für die BVG ist das eine Technik der Vergangenheit: In einem Berliner U-Bahnhof stempelt ein Entwerter einen Fahrschein aus Papier.

Für die BVG ist das eine Technik der Vergangenheit: In einem Berliner U-Bahnhof stempelt ein Entwerter einen Fahrschein aus Papier.

© Sabine Gudath/imago

Im Berliner Nahverkehr bahnt sich eine Revolution an – für manche Fahrgäste bedeutet sie eine Umstellung. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen ihr Vertriebssystem erneuern. In einigen Jahren sollen Fahrscheine aus Papier sowie Ticketautomaten, die Bargeld annehmen, keine Rolle mehr spielen. Von Experten erntet das Landesunternehmen positive Reaktionen. Dagegen spricht der Berliner Fahrgastverband IGEB von einer „Hauruckaktion“ und einem „Alleingang der BVG“. 

„Wir sind irritiert, um nicht zu sagen verärgert, wie schnell das Unternehmen eine radikale Änderung durchdrücken will“, sagte Sprecher Christian Linow am Donnerstag der Berliner Zeitung.

„Schnell, papierlos und intuitiv“: Künftig soll der Ticketkauf einfacher, digitaler und komfortabler werden, kündigt BVG-Vertriebschef Michael Beer bei LinkedIn an. „Nach mehr als 30 Jahren wird die bestehende Technik in Fahrzeugen und Stationen schrittweise durch eine neue Generation digitaler Vertriebssysteme ersetzt“, schreibt Beer.

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