Fernsehen

Eine Hexe kämpft um ihre Enkelin: Meret Becker als verhärmte Oma im Arte-Drama „Familie is nich“

Ein Pferd ist das einzige Lebewesen, das Oma Anne in „Familie is nich“ an sich heranlässt, bis ihre Enkelin auftaucht. Meret Becker hat das Rollenfach gewechselt. Die TV-Kritik.

3 Min
Anne und ihre Enkelin Tilda (Meret Becker und Luise Landau) in dem Arte-Drama „Familie is nich“

Anne und ihre Enkelin Tilda (Meret Becker und Luise Landau) in dem Arte-Drama „Familie is nich“

© ZDF/Nik Konietzny

Meret Becker als Großmutter? An diese Vorstellung muss man sich erst mal gewöhnen. War sie nicht eben noch als Berliner „Tatort“-Kommissarin mit nächtlichen Sex-Eskapaden zu sehen gewesen? In „Familie is nich“ behält sie ihr schroffes Berlinerisch bei, taucht aber als verhärmte Bäuerin in Nordbrandenburg auf. Einziger Vertrauter von Anne scheint ihr Pferd zu sein, mit dem sie Bäume aus dem Wald zieht.

Als ein Postbote es wagt, auf ihrem Hof ein Paket für ihre Tochter abzulegen, legt sie die Flinte auf ihn an. Denn mit Julia ist sie seit dem Tod ihres Mannes völlig zerstritten, auch zu ihrer Enkelin hat sie keinen Kontakt. Doch die achtjährige Tilda (Luise Landau) wird eines Tages auf ihren Hof gebracht. Ihre leichtlebige Mutter (Emma Bading) sitzt im Gefängnis, nachdem sie bei einem Raubüberfall das Fluchtfahrzeug gefahren hat. Nur widerwillig nimmt Anne die Enkelin auf, bedeutet ihr aber gleich: „Familie is nich!“

Werden Sie Teil des Ostablishments.

Sie haben bereits ein O+ Abo?

*