Kino

40 Tage Ewigkeit: Fatih Akins „Geister“ erzählt von der Unmöglichkeit des Abschieds

Fatih Akin verwandelt den Tod in eine Liebesgeschichte. Zwischen Märchen und modernem Melodram ist „Geister“ ein Film mit wenigen Schwachstellen.

Patricia Hempel
Patricia Hempel
4 Min
Mariam Dawoud (links) und Eren M. Güvercin spielen das Liebespaar Farasha und Faris.

Mariam Dawoud (links) und Eren M. Güvercin spielen das Liebespaar Farasha und Faris.

© Gordon Timpen/2026 Warner Bros. Entertainment GmbH

Es gibt Filme, deren Schwächen man schon in der zweiten Szene erkennt und denen man vergeben muss. Fatih Akins neuer Film „Geister“ ist so ein Fall. Man stolpert über Dialoge, die entsetzlich aufgeschrieben klingen und wie auswendig gelernte Gefühle vorgetragen werden. Im gemeinsam verfassten Drehbuch von Ruth Thoma und Fatih Akin sind das Wortwechsel, die entweder unbedingt natürlich sein oder besonders tiefe Emotionen triggern wollen.  

Und dann sitzt man doch im Kino und sucht so leise wie möglich ein Taschentuch. Vielleicht liegt das daran, dass Akin mit „Geister“ keine realistische Liebesgeschichte erzählt, sondern ein Märchen über die Unmöglichkeit des Abschieds. Eines, in dem die Liebe den Tod für kurze Zeit überlisten darf. Außerdem sind Worte immer etwas schlechter dazu geeignet, etwas wie „Zauber“ einzufangen, man traut der Sprache zu viel zu. Das ist verzeihbar.

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