Ein High-School-Schüler aus Wisconsin hat seine Eltern offenbar als Teil eines größeren Komplotts zur Ermordung von US-Präsident Donald Trump getötet. Das gab die US-amerikanische Bundespolizei FBI am Sonntag bekannt. Der 17-jährige Nikita Casap wurde demnach wegen der Ermordung seiner Mutter und seines Stiefvaters angeklagt, die am 28. Februar tot in ihrem Haus aufgefunden wurden. Casap hat nach Angaben der Ermittler offenbar eine rechtsextremistische Gesinnung.
Laut einem kürzlich veröffentlichten Durchsuchungsbefehl fanden die Ermittler auf dem Handy des Verdächtigen unter anderem Material einer Neonazi-Gruppe namens „Order of Nine Angles“ und Lobreden auf Adolf Hitler. Die Ermittler entdeckten auf dem Gerät auch eine Art Manifest, in dem der Beschuldigte seine Pläne zur Ermordung von Trump als Teil eines umfassenderen Ziels, die Regierung zu stürzen, dargelegt haben soll. In dem dreiseitigen Dokument rief er laut den Ermittlern dazu auf, Trump zu ermorden, um eine politische Revolution in den USA herbeizuführen und „die weiße Rasse zu retten“, wie der US-Sender CNN aus dem Dokument zitiert.
17-Jähriger tötete Eltern offenbar, um an Geld zu kommen
„Warum gerade Trump? Ich denke, das ist ziemlich offensichtlich. Wenn man den Präsidenten und vielleicht auch den Vizepräsidenten loswird, ist das Chaos garantiert“, soll der Tatverdächtige weiter geschrieben haben. Die Tötung seiner Eltern habe demnach einzig darauf abgezielt, „finanzielle Mittel und Autonomie“ zu erlangen, um den Plan in die Tat umzusetzen, so die Ermittler laut CNN.
Außerdem fand das FBI auf seinem Telefon ein Bild und Nachrichten mit Informationen darüber, wie eine Drohne als Angriffsdrohne eingesetzt werden kann, wie es in dem Gerichtsdokument heißt. Casap habe bereits zumindest teilweise für eine Drohne und Sprengstoff bezahlt, um einen Anschlag zu verüben, so die Ermittler.
Casap wurde schließlich nach Angaben der örtlichen Behörden in Kansas verhaftet, wo er mit dem Auto seines Stiefvaters unterwegs war. In dem Wagen befanden sich auch dessen Pistole, vier Kreditkarten des getöteten Paares, mehrere wertvolle Schmuckstücke, ein aufgebrochener Safe und 14.000 Dollar Bargeld. Seine Anwälte äußerten sich bislang nicht zu den Anschuldigungen.
Es ist nicht der erste mutmaßlich gescheiterte Attentatsversuch auf Trump. Mitte Juli vergangenes Jahr hatte ein Schütze bei einer Wahlkampfveranstaltung in Pennsylvania von einem nahegelegenen Dach auf den Republikaner geschossen und ihn am Ohr verletzt. Das FBI geht außerdem davon aus, einen weiteren Anschlag auf den US-Präsidenten vereitelt zu haben.
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