ZEHLENDORF In der mexikanischen Hauptstadt soll demnächst ein Berliner Platz eingeweiht werden. Das hat Oscar Espinosa Villareal, Oberbürgermeister von Mexiko-Stadt, bei seinem Besuch in Berlin angekündigt.Bei seiner Stippvisite im Bezirk Zehlendorf hatte Villareal auch den Mexiko-Platz besichtigt, das Zentrum der Villenkolonie Zehlendorf-West. Der Vorplatz des einstigen Bahnhofs "Lindenthaler Allee" war im September 1959 nach der mexikanischen Hauptstadt benannt worden. Der damalige Regierende Bürgermeister Willy Brandt bezeichnete die Namensgebung als ein sichtbares Zeichen dafür, daß beide Völker in Frieden und Freiheit leben wollen.Wie damalige Umfragen bewiesen, konnten sich die Zehlendorfer mit dem Bahnhofsnamen nie so recht anfreunden. Das auffällige Bahnhofsgebäude trägt seit 1987 ebenfalls den Namen "Mexikoplatz". Bereits in den 30er Jahren hatten einige Straßen in der Villenkolonie wie die Argentinische Allee, die Bogota- oder die Limastraße Namen erhalten, die eine Verbundenheit mit Lateinamerika zum Ausdruck brachten. Die Beziehungen Berlins zu Mexiko reichen allerdings schon weiter zurück. Nach einer Reise in das lateinamerikanische Land 1803/04 hatte der Berliner Gelehrte Alexander von Humboldt (1769-1859) ein umfangreiches Werk über das Land geschrieben. Dabei interessierte er sich nicht nur für die Landeskunde, sondern ebenso für die politische und soziale Situation. Humboldt wurde vom mexikanischen Präsidenten Benito Juarez postum der Titel "Wohltäter der Nation" verliehen.In mexikanischen Städten wurden in den vergangenen Jahrzehnten Plätze und Straßen nach der deutschen Hauptstadt benannt. Der Berlin-Platz in Mexiko soll voraussichtlich während des im Herbst geplanten Besuchs von Bundeskanzler Helmut Kohl in Mexiko eingeweiht werden. +++
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