Im Feinkostladen Fassgold Berlin ist an diesem Dienstag voller Betrieb. „Die haben wohl alle die Nachrichten gehört und wollen schnell noch mal vorbeischauen“, sagt Inhaberin Ricarda Strehlow. Die Kundinnen und Kunden suchen nach Ölen, wollen sich von Strehlow beraten lassen oder treffen sich zum regelmäßigen Kaffeetrinken. Trotz der großen Kundschaft an diesem Vormittag muss der Laden an der Berliner Allee nach 16 Jahren schließen. Schuld daran, davon ist die Inhaberin überzeugt, sei der Kiezblock im Komponistenviertel des Bezirks Pankow, an dessen Grenze ihr Laden liegt.
Strehlow hat grundsätzlich nichts gegen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung. Ganz im Gegenteil. „Die Idee ist toll, dass der Verkehr aus den Wohnblocks rauskommt“, sagt Strehlow. „Leider ist die Umsetzung nicht so schön gewesen.“ Denn Strehlow und die anderen Gewerbetreibenden im Kiez sind auf die Kundschaft angewiesen, die mit dem Auto kommt. Vor allem die Smetanastraße, so Strehlow, sei eine Herausforderung.
UPDATE
Pankow
Feinkostladen in Weißensee schließt: „Danke an die Grünen – wegen des Kiezblocks“
In Pankow muss ein beliebter Feinkostladen schließen. Für die Anwohner und Stammgäste ist das ein Zeichen gescheiterter Grünen-Maßnahmen. Ein Besuch im Fassgold Berlin.
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Nach 16 Jahren muss Ricarda Strehlow das Fassgold Berlin in Weißensee schließen.
© Markus Wächter/Berliner Zeitung
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