Feldversuch in der Leipziger Straße droht zu scheitern

Zu wenige Schilder für Tempo 30

Eva Dorothée Schmid
2 Min

Wer seit Montag mit Tempo 30 auf der Leipziger Straße fährt, hat grüne Welle. Allerdings hält sich kaum ein Fahrer an die Richtgeschwindigkeit. Deshalb bemerkten die meisten nichts von der neuen Ampelschaltung - und die Messergebnisse werden verfälscht.Tempo 30 in der Leipziger Straße ist Teil eines Feldversuchs des Bundesforschungsministeriums. Die Behörde will erproben, wie der Verkehr flüssiger und die Luftbelastung geringer werden können. Eine Station misst die Luftbelastung. Der Versuch begann Mitte September mit unterschiedlichen Ampelschaltungen je nach Verkehrsdichte oder Tageszeit. Bis zum 26. November wird jetzt freie Fahrt bei Tempo 30 erprobt. "Das Ganze macht natürlich nur Sinn, wenn sich alle dran halten", sagte Petra Rohland, Sprecherin der Senatsverkehrsverwaltung. Doch die Fahrer haben es schwer, mitzubekommen, dass derzeit 30 als Richtgeschwindigkeit gilt. Es gibt kein Tempolimitschild. An Anfang und Ende der Straße informiert lediglich ein Schild über den Feldversuch und Tempo 30. An Ampeln blinkt wenn grün ist eine Lichtanzeige mit einer 30 auf. "Ich habe kein Schild gesehen, dass hier 30 ist", sagte ein BVG-Busfahrer, der 50 fuhr und nicht das Gefühl hatte, schnell voranzukommen.Versuchs-Projektleiter Michael Beer hofft auf einen Bewusstseinswandel bei den Fahrern. Bleibt der aus, müsse man eventuell mehr Schilder aufstellen. (eds.)

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