Die Bundesanwaltschaft hat in Thüringen zwei junge deutsche Staatsangehörige festnehmen lassen. Sie sollen die rechtsextremistische Vereinigung „Letzte Verteidigungs Welle“ unterstützt und einen Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft versucht haben.
Die Beschuldigten wurden am 24. und 25. Juni im Landkreis Altenburger Land und in Gera festgenommen. Das teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Die Festnahmen erfolgten durch Beamte des Bundeskriminalamts mit Unterstützung der thüringischen Polizei. Sie befinden sich mittlerweile in Untersuchungshaft.
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Den beiden wird vorgeworfen, als „Jugendliche mit Verantwortungsreife“ eine inländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Zudem stehen sie im Verdacht des versuchten Mordes, der versuchten Brandstiftung mit Todesfolge sowie der versuchten schweren Brandstiftung in Mittäterschaft.
Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wurde die überregional agierende Vereinigung „Letzte Verteidigungs Welle“ (L.V.W.) im April 2024 gegründet. Die Mitglieder verstünden sich als letzte Instanz zur Verteidigung der „Deutschen Nation“. Ziel sei es, durch Gewalttaten vor allem gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems in Deutschland herbeizuführen. Dazu zählten insbesondere Brand- und Sprengstoffanschläge auf Asylbewerberheime und Einrichtungen des politisch linken Spektrums, gegebenenfalls auch mit tödlichem Ausgang.
Am frühen Morgen des 5. Januar 2025 sollen sich die Beschuldigten gemeinsam mit zwei gesondert verfolgten Beschuldigten zu einer bewohnten Asylbewerberunterkunft in Schmölln begeben haben. Die Gruppe habe ein Fenster eingeschlagen und versucht, mit einer Feuerwerksbatterie entzündete Pyrotechnik in das Gebäude zu schießen, teilte die Bundesanwaltschaft mit. Ein Feuer sei jedoch nicht ausgebrochen. Gegen die beiden anderen Männer hatte die Bundesanwaltschaft bereits am 3. Dezember 2025 Anklage vor dem Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg erhoben.
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