Mehr als 1 200 Liter hochgiftige Salzsäure sind gestern Morgen im Maschinenhaus des Klärwerks Ruhleben ausgelaufen. Mitarbeiter hatten den stechenden Geruch und Säure-Rauch am Behälter bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die rückte mit 50 Männern an, darunter auch Spezialisten des chemischen Dienstes, die auf das Beseitigen von giftigen Substanzen spezialisiert sind. Unter Vollschutz wurde die ausgelaufene Säure abgepumpt. Der Behälter werde jetzt gründlich auf seine Dichtheit überprüft, hieß es gestern in den Wasserbetrieben. Im Klärwerk wird Salzsäure für die Wasserreinigung benötigt. Nach Informationen der Feuerwehr seien Menschen sowie die Wasserversorgung nicht gefährdet gewesen. Der Behälter stehe in einem Auffangbecken, das ein Versickern von Flüssigkeiten in den Erdboden verhindert, so ein Sprecher.Vor einer Woche war die Feuerwehr schon einmal zu einem Salzsäure-Einsatz ausgerückt. In einem pharmazeutischen Unternehmen im Neuköllner Ortsteil Rudow waren 30 Liter Säure ausgelaufen. Verletzt wurde niemand. (ls.)
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