Von sechs Tagen Filmfestival in Gdynia bleibt am Ende ausgerechnet ein Geräusch im Gedächtnis: das Klopfen von Fingern gegen eine Gefängniswand. Warschau, Ende der 1940er-Jahre. Polen steht unter stalinistischer Herrschaft. In einer Zelle des Gefängnisses an der Rakowiecka-Straße sitzt eine junge Frau, hinter der Wand ein Mann.
Sie können einander weder sehen noch miteinander sprechen. Also beginnen sie, Botschaften durch die Wand zu klopfen, in Morsezeichen. Aus Nachrichten werden Gespräche, aus Gesprächen Nähe und schließlich eine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die einander noch nie gesehen haben.
Kino
Filmfestival Gdynia 2026: Was Polens Kino in der Vergangenheit sucht
Krieg vor der Haustür, Polarisierung im Inneren – doch auf der Leinwand dominiert der Stalinismus. Was Polens wichtigstes Filmfestival über das Land erzählt.
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© Studio Munka/Kino Świat
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