Nach Angaben der First Lady der USA, Melania Trump, hat der russische Präsident Wladimir Putin auf ihren Brief geantwortet, den ihr Mann, US-Präsident Donald Trump, dem Kreml-Chef bei einem Treffen im US-Bundesstaat Alaska im August überreicht hatte. Über einen „offenen Kommunikationskanal“ zu Putin seien mehrere ukrainische Kinder wieder mit ihren Familien vereint worden, erklärte Melania Trump am Freitag im Weißen Haus.
Demnach „wurden acht Kinder in den vergangenen 24 Stunden mit ihren Eltern zusammengebracht“, hieß es. Putin habe schriftlich auf ihren Brief geantwortet und „deutete die Bereitschaft an, mit mir direkt in den Austausch zu treten und Details hinsichtlich der ukrainischen Kinder zu teilen, die sich in Russland aufhalten“, sagte die First Lady. Sie habe sich mit Putin „offen über das Wohlergehen dieser Kinder ausgetauscht“.
Melania Trump spricht über Austausch mit Putin
Weiter sagte sie, es habe zwischen beiden Seiten in den vergangenen Monaten mehrere Treffen und Telefonate über geheime Kanäle gegeben. Durch die Gespräche zwischen ihrem Team und dem Kreml sei die Rückkehr der Kinder zu ihren Familien in der Ukraine und in Russland ermöglicht worden, erklärte die First Lady. Von den acht nun zurückgebrachten Kindern sei eines aus der Ukraine zurück nach Russland gebracht worden. Es sei durch Kämpfe vertrieben worden.
Kirill Dmitriev, ein Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten, der an den Gesprächen beteiligt war, sagte der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, Russland arbeite „weiterhin in verschiedenen Bereichen mit den Vereinigten Staaten zusammen, auch im humanitären Bereich“. Über Melania Trump sagte er, Russland schätze ihre „humanitäre Führung“.
Die Ukraine wirft den russischen Behörden vor, aus den von Moskau kontrollierten ukrainischen Gebieten tausende Kinder aus Kinderheimen und anderen staatlichen Einrichtungen nach Russland verschleppt zu haben. Seit 2022 wurden Kiew zufolge fast 20.000 Minderjährige „deportiert oder gewaltsam umgesiedelt“. Wegen des Vorwurfs der Zwangsverschleppung ukrainischer Kinder stellte der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) im März 2023 einen Haftbefehl gegen Putin aus. Moskau weist die Vorwürfe zurück.
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