An zwei beliebten Stränden auf Mallorca haben am vergangenen Wochenende erneut Fische Badegäste gebissen. Wie die spanische Zeitung Ultima Hora berichtet, ereigneten sich die Vorfälle an den Stränden von Illetes und Cala Comtessa in der Gemeinde Calvià im Südwesten der Insel.
Mehrere Menschen wurden demnach von kleinen Fischen in die Beine gebissen. „Am Ende floss sogar Blut“, erklärte eine Betroffene laut Ultima Hora.
Ocean Berlin an der Rummelsburger Bucht: Was hinter Europas größtem Riesenaquarium-Neubau steckt
Wels-Problem im Gardasee: Region startet 100.000-Euro-Programm
Um welche Fische handelt es sich?
Laut Mallorca Magazin könnte es sich bei den Tieren um Geißbrassen handeln. Die Fische können demnach bis zu etwa 30 Zentimeter groß werden und verfügen über kräftige Zähne.
Eine Betroffene beschrieb die Tiere laut Última Hora als „kleine Fische, die offenbar so etwas wie zwei Zähne hatten und uns in die Beine bissen – am Ende blutete es sogar“. Zunächst hätten die Badegäste gedacht, die Tiere würden lediglich „tote Haut entfernen“.
Warum beißen die Fische überhaupt?
Experten sehen laut Ultima Hora unter anderem die steigenden Wassertemperaturen als mögliche Ursache. Das wärmere Meerwasser könnte demnach dazu führen, dass junge Fische bei der Nahrungssuche ihre Scheu vor Menschen verlieren und sich ihnen stärker nähern.
Die kleinen Fische fungieren dem Bericht zufolge als natürliche „Putzer“ des Meeres und reinigen auch andere Fische. Bei Menschen haben sie es deshalb vor allem auf abgestorbene Haut oder Wundkrusten abgesehen.
Zudem könnten höhere Wassertemperaturen ihren Nahrungsbedarf erhöhen. Dadurch verlieren die Fische möglicherweise ihre Scheu vor Menschen und nähern sich häufiger flachen Uferbereichen.
Bisse treffen oft Füße und Hände
Laut Mallorca Magazin zwicken die Fische vor allem Füße oder Hände, wenn Badegäste still im Wasser stehen. Sie können demnach auch auf kleine Wunden wie aufgekratzte Mückenstiche oder Pickel reagieren.
Laut Ultima Hora gab es seit 2023 mehrfach Berichte über solche Bisse an verschiedenen Küstenabschnitten Mallorcas. Das Mallorca Magazin berichtete von einer Urlauberin aus Berlin, die im Juni in Cala Major bei Palma de Mallorca an der rechten Wade „gezwickt“ wurde. „Erst einmal habe ich mich total erschrocken“, sagte sie dem Blatt. Blut sei keins geflossen.
In der Regel bleiben die Wunden harmlos oder können kurz bluten, berichtet das Mallorca Magazin. Als schwerwiegenderer Fall gilt laut Ultima Hora ein Vorfall aus dem vergangenen Jahr, bei dem eine Frau eine deutlich schwerere Bissverletzung erlitt. Experten hielten laut einem früheren Bericht der Zeitung damals unter anderem einen Blau- oder Drückerfisch als möglichen Verursacher für denkbar.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]