Fast leergefischt

Fischfang in der Ostsee steht vor dem Aus

Überfischung und Öko-Krise zerstören die Ostsee. Die deutschen Fangquoten wurden drastisch herabgesetzt. Fischer bekommen Abwrackprämien für ihre Boote.

Torsten Harmsen
Torsten Harmsen
9 Min
Ein Fangnetz mit Heringen wird an Bord eines Fischkutters gezogen. 

Ein Fangnetz mit Heringen wird an Bord eines Fischkutters gezogen. 

© dpa/Jens Büttner

Wo vor Jahrzehnten noch Hunderttausende Tonnen Fisch aus dem Meer geholt wurden, dürfen es im kommenden Jahr in der westlichen Ostsee nur noch kleine Mengen sein: 435 Tonnen Hering, dazu 104 Tonnen westlicher Dorsch, und zwar nur, wenn der Fisch als Beifang ins Netz gerät. Gerade Dorsch und Hering waren lange der „Brotfisch“, mit dem die Ostsee-Fischer ihren Lebensunterhalt sicherten. Sind nun also das Matjes-Fischbrötchen, der Bismarck-Hering und das Dorschfilet bald nur noch Erinnerungen an frühere Zeiten?

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