Der harte Winter hat in Berliner Gewässern zahlreiche Fische das Leben gekostet. Durch die tagelang zugefrorenen Oberflächen von Seen, Teichen und kleineren Gewässern kam es zu akutem Sauerstoffmangel unter der Eisdecke. Nun, da die Temperaturen wieder steigen und das Eis taut, treiben die verendeten Tiere an die Wasseroberfläche. Die Berliner Umweltverwaltung ruft Bürger dazu auf, Funde toter Fische dem Fischereiamt zu melden, damit die Kadaver eingesammelt werden können.
„Der Vorgang ist bedauerlich und auch kein schönes Bild, aber ein natürlicher Vorgang", teilte die Umweltverwaltung mit. Besonders betroffen seien kleinere Gewässer, in denen der Sauerstoffgehalt unter der geschlossenen Eisdecke besonders schnell sinke.
Bestände erholen sich nach Angaben der Verwaltung schnell
Vorbeugende Maßnahmen gegen das Fischsterben seien laut Verwaltung nur eingeschränkt möglich. Eingriffe während der Frostperiode könnten Fische in ihrer Winterruhe sogar zusätzlich schädigen, hieß es zur Begründung.
Langfristige ökologische Schäden erwartet die Berliner Umweltverwaltung jedoch nicht. Gewässer und Fischbestände würden sich nach einem witterungsbedingten Sauerstoffmangel relativ schnell wieder erholen, erklärte die Behörde. Je nach Ausmaß des Fischsterbens werde zudem geprüft, ob nachträglich Fische natürlich vorkommender Arten in die betroffenen Gewässer eingesetzt werden.
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